
Südwestlich von Montalcino öffnet sich die Landschaft in Richtung der wärmeren Teile der Toskana. Hier liegt Tenuta CastelGiocondo, ein weitläufiges Gut, dessen Geschichte eng mit der Entwicklung des Brunello di Montalcino verbunden ist. Schon im 19. Jahrhundert gehörte CastelGiocondo zu jenen Betrieben, die an den frühen Anfängen dieses außergewöhnlichen Sangiovese-Weins beteiligt waren.
Heute gehört die Tenuta zur Frescobaldi-Familie und steht innerhalb ihrer Güter ganz im Zeichen von Montalcino. Sangiovese bildet das Zentrum, doch die Weinberge sind alles andere als einheitlich. Unterschiedliche Höhenlagen, Expositionen und Böden geben dem Gut genügend Spielraum, um sehr verschiedene Seiten derselben Herkunft sichtbar zu machen.
Südwestlagen, Galestro und die Vielfalt Montalcinos
Die Weinberge liegen überwiegend auf rund 300 bis 400 Metern und profitieren von idealen Südwestexpositionen. Die Nachmittagssonne unterstützt die Reife des Sangiovese, während gut drainierende Böden dafür sorgen, dass die Reben auch unter anspruchsvollen Bedingungen tief wurzeln müssen.
Besonders charakteristisch ist die Vielfalt innerhalb des Besitzes. Galestro spielt eine wichtige Rolle, daneben wechseln tonhaltige, sandige und schiefergeprägte Partien. Genau diese Unterschiede machen CastelGiocondo zu weit mehr als einem einzigen großen Weinberg. Sangiovese reagiert sensibel auf Boden, Höhe und Exposition – und kann hier von Parzelle zu Parzelle ganz unterschiedliche Akzente entwickeln.
Der klassische CastelGiocondo Brunello führt diese verschiedenen Eindrücke zu einem Gesamtbild des Guts zusammen. Nicht eine einzelne Lage soll dominieren, sondern die Vielschichtigkeit dieser südwestlichen Seite von Montalcino.
Vom Campo ai Sassi bis zum Ripe al Convento
Dass Montalcino nicht erst mit Brunello beginnt, zeigt Campo ai Sassi. Als Rosso di Montalcino eröffnet er einen unmittelbareren Zugang zu Sangiovese und zur Landschaft des Guts. Er ist dabei weniger ein "kleiner Brunello" als eine eigenständige, früher zugängliche Interpretation derselben Herkunft.
Am anderen Ende steht Ripe al Convento. Als Brunello di Montalcino Riserva richtet er den Blick wesentlich stärker auf Auswahl, Tiefe und lange Entwicklung. Damit bildet er keine bloße Steigerungsstufe innerhalb des Sortiments, sondern eine besonders konzentrierte Interpretation des Terroirs von CastelGiocondo.
Zwischen diesen beiden Polen steht der CastelGiocondo Brunello selbst. Er erzählt die Tenuta in ihrer Breite und verbindet unterschiedliche Böden und Lagen zu einem Wein, der die Handschrift des Guts am vollständigsten zusammenführt.
Lamaione – Montalcino jenseits des Brunello
Und dann ist da Lamaione. Gerade weil CastelGiocondo so eng mit Sangiovese und Brunello verbunden ist, erweitert dieser Toscana IGT das Bild des Guts auf spannende Weise. Er zeigt, dass die Vielfalt der Tenuta nicht an den Grenzen einer einzigen Appellation endet.
Lamaione steht deshalb nicht im Widerspruch zur Brunello-Tradition. Vielmehr folgt er derselben Grundidee: unterschiedliche Böden und Rebsorten dort einzusetzen, wo sie ihre jeweils stärkste Ausdruckskraft entwickeln können. Wo Sangiovese die Höhenlagen, Galestro-Böden und Expositionen von CastelGiocondo interpretiert, eröffnet Lamaione eine zweite Perspektive auf denselben Besitz.
Gerade diese Spannweite macht die Tenuta so interessant. Campo ai Sassi, CastelGiocondo, Ripe al Convento und Lamaione stehen nicht einfach für vier Preisstufen, sondern für verschiedene Möglichkeiten, einen großen und vielfältigen Ort zu lesen.
Der Geist von Montalcino
Die Corporate-Philosophie von CastelGiocondo bringt es auf einen einfachen Nenner: Kraft, Eleganz und Langlebigkeit entstehen hier aus der Vielfalt des Terroirs. Entscheidend ist nicht, diese Unterschiede zu glätten, sondern sie im Wein sichtbar zu machen.
Damit bleibt Sangiovese trotz aller Vielfalt das Zentrum der Tenuta. Südwestlagen, Höhenunterschiede und die wechselnden Böden bilden den Rahmen; der Brunello di Montalcino ist ihre große gemeinsame Sprache. Genau darin liegt die besondere Stärke von CastelGiocondo. SUPERIORE.DE
Fakten
- Gründungsjahr: ca. 12. Jahrhundert
- Eigentümer: Familie Frescobaldi / Marchesi Frescobaldi
- Önologe: offen
- Jahresproduktion: ca. 450.000 Flaschen
- Rebfläche: offen
- Konventioneller Anbau
- 24 Jahre Expertise
- 3.500+ Weine verfügbar
- 350+ Winzer
- Ab 120 € frei Haus (DE)
- 28.000 positive Kundenstimmen
- Vollklimatisierte Lagerung
