-
!["La Porta di Vertine" Chianti Classico DOCG 2023 (BIO)]()
“La Porta di Vertine” Chianti Classico DOCG 2023 (BIO)
. SUPERIORE.DE
- Wein & Ausbau
- Rebsorte: 100% Sangiovese
- Anbau: biologisch
- Ausbau: 50/50 Zementtank/Barrique
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 13,50 % vol
- Verschluss: Diam
- Servieren & Lagern
- Trinktemperatur: 16‑18 °C
- Lagerpotenzial: 2033+
- Analysewerte
- Gesamtextrakt: 29,96 g/l
- Gesamtsäure: 5,89 g/l
- Restzucker: 1,06 g/l
- Sulfit: 59 mg/l
- pH-Wert: 3,34
- Allergene & Nährwerte
- Öko-Kontrollnr.: IT‑BIO‑014
- Allergene
enthält Sulfite
!["Bertinga" Rosso Toscana IGT 2019]()
“Bertinga” Rosso Toscana IGT 2019
. SUPERIORE.DE
- Wein & Ausbau
- Rebsorten: 50% Sangiovese, 50% Merlot
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 14,00 % vol
- Verschluss: Diam
- Servieren & Lagern
- Trinktemperatur: 16‑18 °C
- Lagerpotenzial: 2038+
- Analysewerte
- Gesamtextrakt: 30,45 g/l
- Gesamtsäure: 5,66 g/l
- Restzucker: 1,15 g/l
- Sulfit: 69 mg/l
- pH-Wert: 3,37
- Allergene & Nährwerte
- Allergene
enthält Sulfite

Manche Weingüter beginnen mit einem Namen, andere mit einer Idee. Bertinga begann mit einem Weinberg, dessen Qualität längst bekannt war. Als Maxim Kashirin und Anatoly Korneev 2015 die historische Lage Bertinga von Castello di Ama übernahmen, erwarben sie kein unbeschriebenes Stück Land, sondern einen der bemerkenswertesten Weinberge von Gaiole in Chianti. Ihre Ambition war entsprechend groß: nicht einfach einen weiteren Chianti Classico zu erzeugen, sondern die Eigenheiten dieser Landschaft in Weinen sichtbar zu machen, die ihren eigenen Weg gehen dürfen.
Die beiden Gründer kannten Italiens Weinwelt seit Jahrzehnten. Auf Bertinga folgten 2016 die Weinberge Vertine und Adine, zwei weitere charaktervolle Lagen im östlichen Chianti Classico. Gemeinsam bilden sie das Fundament eines Weinguts, dessen Identität nicht aus einer langen Familienchronik erwächst, sondern aus der genauen Kenntnis seiner Böden, Reben und Expositionen. Drei Weinberge, zwei Rebsorten und eine klare Vorstellung davon, wie viel Persönlichkeit Herkunft einem Wein verleihen kann.
Drei Weinberge, drei Charaktere
Wer die Weinberge von Bertinga betrachtet, versteht schnell, warum hier nicht nach einem einheitlichen Rezept gearbeitet wird. Die Parzellen liegen auf unterschiedlichen Höhen, wechseln ihre Ausrichtung und besitzen Böden, die sich selbst auf engem Raum erheblich unterscheiden. Sangiovese und Merlot reagieren darauf auf ihre jeweils eigene Weise. Gerade diese Unterschiede sind es, die das Team erhalten und im Keller möglichst unverfälscht herausarbeiten möchte.
Der namensgebende Weinberg Bertinga erstreckt sich über neun Hektar auf rund 420 Metern Höhe. Seine fünf Parzellen liegen oberhalb eines tief eingeschnittenen Tals und sind unterschiedlich exponiert. Kalkhaltige, teilweise schwere Tonböden prägen die Reben. Besonders die tonreicheren Partien bieten dem Merlot günstige Bedingungen. Aus einer solchen Parzelle stammt Volta di Bertinga, ein reinsortiger Merlot, der weniger auf üppige Frucht als auf Struktur, Tiefe und die besondere Prägung seines Standorts setzt. Die Cuvée Bertinga wiederum verbindet Merlot und Sangiovese und zeigt, wie selbstverständlich beide Sorten hier zusammenfinden können.
Weiter oben, auf rund 500 Metern, liegt Vertine. Der drei Hektar große, nach Süden ausgerichtete Sangiovese-Weinberg schmiegt sich unterhalb des mittelalterlichen Burgdorfs an den Hang. Galestro und Alberese, die charakteristischen schiefrigen Mergel- und Kalkgesteine des Chianti Classico, bestimmen seinen Untergrund. Hier entsteht La Porta di Vertine, der Chianti Classico DOCG des Hauses. Er steht für jene klassische Seite Bertingas, die trotz aller stilistischen Eigenständigkeit fest in der Weintradition der Region verwurzelt bleibt.
Adine schließlich ist die höchstgelegene und in mancher Hinsicht anspruchsvollste der drei Lagen. Steile Hänge, steinige Ton-Kalk-Böden marinen Ursprungs und die Höhenlage schaffen besondere Bedingungen für Sangiovese. Auf der obersten Terrasse, in rund 540 Metern Höhe, wächst der Punta di Adine. Dieser Einzellagenwein entsteht nur in ausgewählten Jahrgängen und bringt die konzentrierte, zugleich spannungsreiche Seite des hoch gelegenen Sangiovese zum Ausdruck. Oberhalb der Weinberge liegt die Kellerei, eingebettet in eine Landschaft aus Wald, alten Wegen und kleinen mittelalterlichen Siedlungen.
Präzision statt Rezept
Die Weinberge werden biologisch bewirtschaftet, Weinbau und Keller sind entsprechend zertifiziert. Für Produktionsleiterin Elisa Ascani bedeutet das allerdings weit mehr als die Einhaltung eines festen Regelwerks. Jede Parzelle wird einzeln betrachtet, die Bodenbearbeitung und Pflege richten sich nach ihren tatsächlichen Bedürfnissen. Was an einem Hang sinnvoll ist, kann wenige hundert Meter weiter bereits die falsche Entscheidung sein. Gerade in einer Landschaft, in der Höhe, Exposition und Bodenbeschaffenheit so stark wechseln, ist diese Aufmerksamkeit entscheidend.
Auch im Keller bleibt die Herkunft der einzelnen Partien zunächst erhalten. Die Trauben werden sorgfältig selektiert und separat vinifiziert, unter anderem in Edelstahl- und Betonbehältern. Für den Ausbau kommen unterschiedliche Holzfassformate zum Einsatz. Der französische Önologe Stéphane Derenoncourt begleitet das Projekt seit seinen Anfängen als Berater. Seine Erfahrung im Umgang mit anspruchsvollen Terroirs ergänzt die Arbeit des Teams um Elisa Ascani. Das Ziel ist nicht, jedem Wein dieselbe stilistische Handschrift aufzudrücken, sondern seine Herkunft und die Besonderheiten des Jahrgangs herauszuarbeiten.
Chianti Classico im Herzen, Toscana IGT aus Überzeugung
Das Sortiment erzählt diese Philosophie auf unterschiedliche Weise. Sassi Chiusi eröffnet den Zugang zur Weinwelt von Bertinga, während die Cuvée Bertinga das Zusammenspiel von Sangiovese und Merlot in den Mittelpunkt stellt. Volta di Bertinga und Punta di Adine gehen noch einen Schritt weiter: Als reinsortige Einzellagenweine geben sie jeweils einer Rebsorte und einem genau umrissenen Stück Weinberg die Bühne. La Porta di Vertine schließlich zeigt mit seiner Chianti-Classico-DOCG-Herkunft die klassische, sangiovesegeprägte Seite des Hauses.
Dass ein großer Teil der Weine als Toscana IGT auf den Markt kommt, ist dabei kein Widerspruch zur Herkunft, sondern Ausdruck gestalterischer Freiheit. Bertinga nutzt die Möglichkeiten dieser Klassifikation, um Sangiovese und Merlot unabhängig von den Vorgaben der Chianti-Classico-DOCG zu interpretieren. Die entscheidende Gemeinsamkeit bleibt der Weinberg: die kalk- und tonhaltigen Böden, die Höhenlagen, die unterschiedlichen Ausrichtungen und jene Verbindung von Struktur und Frische, die große Rotweine aus Gaiole so reizvoll macht.
Bertinga ist damit ein bemerkenswertes Beispiel dafür, dass ein junges Weingut nicht zwangsläufig bei null anfangen muss. Die Weinberge bringen ihre Geschichte mit, das Team gibt ihnen eine neue Stimme. Und gerade darin liegt die Faszination dieser Kellerei: Sie vertraut auf die Herkunft, ohne sich von Traditionen einengen zu lassen. Das Ergebnis sind eigenständige toskanische Rotweine, die nicht allein durch Kraft überzeugen wollen, sondern durch Charakter, Präzision und eine unverwechselbare Herkunft. SUPERIORE.DE
Fakten
- Gründungsjahr: 2015
- Eigentümer: Maxim Kashirin und Anatoly Korneev
- Önologe: Stéphane Derenoncourt (Beratung), Elisa Ascani (Produktionsleitung)
- Jahresproduktion: ca. 80.000 Flaschen
- Rebfläche: ca. 24 ha
- Biologischer Anbau
- 24 Jahre Expertise
- 3.500+ Weine verfügbar
- 350+ Winzer
- Ab 120 € frei Haus (DE)
- 28.000 positive Kundenstimmen
- Vollklimatisierte Lagerung

