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    Winzer vorgestellt
    Giulia Negri
    Piemont
    Giulia Negri

    Barologirl. Ein Spitzname, der treffender kaum sein kann. Bekam sie ihn doch ausgerechnet von den Baroloboys, also einigen der berühmtesten Winzer der Gegend, wie Elio Altare oder Angelo Gaja, die seinerzeit mit modernen Technologien die Barolo-Welt auf den Kopf stellten.

    Giulia Negri stellt diese Welt nochmals auf den Kopf. Denn sie passt in keine Schublade. Sie ist keine Modernistin, denn sie mazeriert lange, rund eineinhalb Monate in 60 Hektoliter großen Holzgärständern, und sie baut ihre Weine lange aus. In 2.500 Liter Fässern aus slawonischer Eiche reifen drei verschiedene Barolo-Crus bis zu 30 Monaten. Doch ist sie auch keine Traditionalistin, denn für ihre Chardonnay und Pinot Noir Spezialiäten verwendet sie durchaus kleine französische Fässer. Allerdings auch keine typischen Barriques, sondern 350 l Fässer und Tonneaux, und die auch nur zu geringem Anteil neu. Ihre Weine sind schlicht und einfach außergewöhnlich. Eigenwillig, mineralisch und elegant.

    Beeindruckend ist diese junge Frau. Mit nicht einmal 20 Jahren probierte sie ihre ersten eigenen Wein-Selektionen im elterlichen Betrieb, den sie nach ihrem Studium zur Bio-Technologin und Praktika im Burgund mit 23 Jahren komplett übernahm. Ihr erster eigener Barolo war der Jahrgang 2007 und schaffte es auf Anhieb in die Top 100 des Wine-Enthusiast. Damals bezeichnete man sie noch als "Garagen-Winzerin".

    Im Gespräch erzählt sie schmunzelnd: "Manche beeindrucken mit Millionen-Investitionen und Bauten von Star-Architekten. Für mich zählen im Keller nur drei Punkte: Sauberkeit, Einfachheit, um gut arbeiten zu können und Passion. Denn die Weine sollen zeigen, wo sie herkommen." Wenn man ihr im Herbst gegenüber sitzt, glaubt man ihr auch jedes Wort, denn ihre Hände zeigen deutlich, dass sie selbst anpackt. Zerkratzt von der Arbeit im Weingarten und violettrot, nicht etwa die Fingernägel, nein, die kompletten Hände sind gefärbt von der Arbeit mit dem Nebbiolo im Keller. Wieder lacht sie: "Naja, das gehört bei einem Barologirl eben dazu ...". Den Spitznamen trägt sie wie eine Auszeichnung.

    Die Herkunft ist nicht, wie bei so manch anderem, Marketing-Bla-Bla, sondern beeindruckend wie sie selbst. Fährt man die kurvige Straße (SP58) von Barolo nach La Morra, kommt man zu dem Panorama-Aussichtspunkt, wo jeder kurz anhält und seine Fotos von der einzigartigen Landschaft schießt. Genau hier muss man sich umdrehen und den Berg dahinter hinaufschauen, denn dort, noch einmal mehr als hundert Meter höher, liegen in über 460 m Seehöhe die Weingärten La Tartufaia, umgeben von den letzten Wäldern, in denen noch die berühmte weiße Alba-Trüffel gedeiht – daher stammt auch der Name. Und ganz oben, bis auf 540 m liegt dann das Herzstück, die Einzellage Serradenari. Dieser Weinberg, übrigens der höchste im gesamten Barolo-Gebiet, liegt oft in der Sonne, während das übrige Barolo-Rebenmeer vom Nebel zugedeckt scheint. Wie gesagt, beeindruckend. Nicht nur als Foto.

    Die Böden wechseln alle paar Meter. Von Kalksteinfelsen über Lehm und Ton zu hohen sandigen Auflagen mit Fossilien-Anteil. Extrem viel Handarbeit ist notwendig und für Giulia Negri selbstverständlich, denn die vor ca. zwanzig Jahren erneuerten Rebanlagen werden alle organisch bewirtschaftet, ab dem Jahrgang 2019 werden alle auch bio-zertifiziert sein.

    "Wir sind nur vier Personen, die alles machen, die Arbeit in den Weingärten, im Keller, im Büro und durch die halbe Welt reisen, um unsere Weine und unsere Philosophie auch zu verkaufen." Diesmal lächelt sie nur ansatzweise und zeigt, dass das ganz schön anstrengend sei. "Leider gibt es manchmal nur sehr wenig Wein, da unsere exponierten Lagen zwar dem Klimawandel entgegenkommen, dafür treffen uns allerdings Unwetter und Hagel in den letzten Jahren auch zunehmend." SUPERIORE.DE

    Fakten

    • Gründungsjahr: 1870
    • Eigentümer: Giulia Negri (seit 2012)
    • Önologe: Giulia Negri
    • Jahresproduktion: ca. 38.000 Flaschen
    • Rebfläche: ca. 6,5 Hektar
    • Naturnaher Anbau (Ab Jg. 2019 bio-zertifiziert)