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!["Mirum" Verdicchio di Matelica Riserva DOCG 2020]()
“Mirum” Verdicchio di Matelica Riserva DOCG 2020
Mirum (das Wunder) ist ein Statement aus Kalk, Höhenlage und Zeit. Er ist kein gewöhnlicher Verdicchio, sondern eine der charismatischsten Riserva-Abfüllungen Mittelitaliens. Seit 1990 vinifiziert, stammt er aus einem besonders kargen, kalkreichen Südwesthang oberhalb von Matelica, wo die Reben auf über 400 Metern wachsen. Der Ausbau erfolgt ausschließlich im Edelstahl, aber mit langem Hefelager – eine Entscheidung, die Klarheit, Textur und Reifepotenzial verbindet. Sattes Strohgelb mit goldenen Reflexen. Das Bouquet komplex und tief: weiße Blüten, getrocknete Kräuter, Pfirsich, reife gelbe Frucht, Fenchel und eine feine rauchig-mineralische Note. Am Gaumen kraftvoll, engmaschig und strukturiert, getragen von einer lebendigen, präzise eingebundenen Säure. Im Verlauf zeigt sich der 2020er facettenreich und salzig, mit anhaltendem, leicht nussigem Finale. Ein Wein mit innerer Spannung, der über Jahre reift und seinen Charakter dabei nur vertieft. Mirum Riserva steht exemplarisch für das eigenständige Profil der Appellation Verdicchio di Matelica: alpiner geprägt, mineralischer, langlebiger als die bekannteren Verdicchio aus Jesi. Ein Ausnahmewein mit Tiefe, Herkunft und Anspruch – in dieser Form fast singulär in Mittelitalien. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Verdicchio
- Anbau: konventionell
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 13,50 % vol
- Trinktemperatur: 10‑12 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtextrakt: 25,98 g/l
- Gesamtsäure: 5,92 g/l
- Restzucker: 5,42 g/l
- Sulfit: 85 mg/l
- pH-Wert: 3,38
- Allergene
enthält Sulfite
klimatisiert gelagert11070220 · 0,75 l · 30,67 €/l · Preis (DE) inkl. USt, zzgl. Versand1 Stück verfügbar

Die Benediktinermönche des Farfense-Ordens hatten ihren Standort mit Umsicht gewählt, bevor sie vor über tausend Jahren in den schönen und abgelegenen Hügeln der Marche die Weinproduktion aufnahmen. Heute wächst auf den mineralischen Böden des oberen Esino-Tals nahe des Adriatischen Meers ein fruchtiger Weißwein der Extraklasse, der sich durch eine angenehm lebendige Säure auszeichnet. Als Casimiro Cifola in den Sechzigerjahren die kleine Kirche sowie das von den Mönchen von Farfa erbaute Kloster zusammen mit verwilderten Parzellen in der Gemeinde Matelica erwarb und die Kellerei La Monacesca gründete, dauerte es nicht lange, bis seine neu gepflanzten Verdicchio-Rebstöcke die ersten Früchte abwarfen. Der 2012 verstorbene Gründer erlebte auch noch, wie sein Gut im Laufe der Zeit immer bekannter wurde und erheblich mit dazu beitrug, dass die Weinregion Marken zu Ansehen kam. Heute wird der malerisch gelegene, hübsch herausgeputzte Betrieb von Casimiros Sohn Aldo mit großer Leidenschaft und Strenge geführt. Der Winzer war 1982 im jungen Alter in den väterlichen Betrieb eingetreten.
Während das 84 Hektar große Weingut vier Kilometer vom Ortskern der Gemeinde Matelica entfernt ist, befindet sich die Verwaltungs- und Produktionsstätte mit Lagerung und Abfüllung in der Gemeinde Potenza Picena. Die inmitten von Wiesen, Kornfeldern und Eichenwäldern gelegenen und wie Ziergärten gepflegten Parzellen von La Monacesca sind durch das Bergmassiv San Vicino vor Meereswinden gut geschützt.
Gemeinsam mit seinem Vater verfeinerte Aldo Cifola im Laufe der Zeit in der Kellerei die Anbaumethoden und die Abläufe der Vinifizierung. Den Löwenanteil im Rebsortenspiegel besitzt der Verdicchio, erst weit dahinter folgt Chardonnay. Die erste Produktion des Verdicchio di Matelica reicht bis ins Jahr 1973 zurück. Um das Charakterbild der Anbauzone als Herkunftsort roter Rebsorten zu verbessern, hat Cifola 1994 beschlossen, auf einer acht Hektar großen Fläche auch Sangiovese Grosso und Merlot anzubauen.
Im prachtvollen Klosterkeller altern die terroirtreuen Gewächse fast ausschließlich in Stahltanks. Die auf wenige Etiketten beschränkten edlen Tropfen sind in einem einheitlichen Stil gehalten. Ihren Charakter und ihre Mineralität offenbaren sie erst Jahre nach der aufwändig von Hand ausgeführten Traubenernte. Die unverwechselbaren Weine von La Monacesca gelangen nur dann in den Handel, wenn sie bezüglich Struktur, Komplexität und Alterung höchste Qualitätsansprüche erfüllen. SUPERIORE.DE
Fakten
- Gründungsjahr: 1966
- Eigentümer: Aldo Cifola
- Önologe: Aldo Cifola
- Jahresproduktion: ca. 160.000 Flaschen
- Rebfläche: ca. 27 Hektar
- Konventioneller Anbau
