• "Giodo - La Quinta" Rosso Toscano IGT 2018

      “Giodo - La Quinta” Rosso Toscano IGT 2018

      Hier kommt die frischere, leichtere, aber nicht minder elegante Version von Ferrinis Sangiovese-Interpretation mit gerade einmal 8.000 Flaschen auf den Markt. Die puristische Schönheit kleiner roter Früchte, darunter Himbeere und Sommerkirsche, verbunden mit floralen Untertönen, Pfeffer und einem Hauch von mediterraner Macchia verbinden sich zu einem kühlen, aristokratischen Rosso, der wie kein zweiter die Handschrift des Carlo Ferrini zum Ausdruck bringt! SUPERIORE.DE

      • Wine Spectator :93 Punkte
      • Rebsorte: 100% Sangiovese
      • Anbau: naturnah
      • Ausbau: 12 Monate Tonneau
      • Filtration: Ja
      • Alkoholgehalt: 13,50 % vol
      • Gesamtextrakt: 27,64 g/l
      • Gesamtsäure: 5,85 g/l
      • Restzucker: 0,19 g/l
      • Sulfit: 54 mg/l
      • ph-Wert: 3,38
      • Verschluss: Naturkorken
      • Trinktemperatur: 16-18 °C
      • Lagerpotenzial: 2030+
      • Allergenhinweis: enthält Sulfite
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      klimatisiert gelagert

      29602118 ·  0,75 l · 58,49 €/l · Preis inkl. USt, zzgl. Versandsofort verfügbar

      43,87 €
    Winzer vorgestellt
    Giodo
    Toskana | Montalcino
    Giodo

    "Diesen Salz-und-Pfeffer-Schnauzbart kennt jeder, der in Italien etwas mit Wein zu tun hat", schrieb kürzlich ein Weinkritiker. Das freundliche Lächeln und die stets wachsam funkelnden Augen natürlich auch. Denn Carlo Ferrini ist einer der bekanntesten Önologen Italiens. Als Berater betreut er zahlreiche namhafte Weingüter von Südtirol bis Sizilien, wie Casanova di Neri, Brancaia, Castello del Romitorio, Fonterutoli, Nittardi, Mazzei, Petrolo, Poliziano, Ricasoli, Talenti, Pietradolce, Tasca d'Almerita, Tenuta delle Terre Nere oder Zisola, um nur einige zu nennen. Die Liebe des gebürtigen Florentiners gilt aber der Traube seiner Heimat, das brachte ihm den Spitznamen Mr. Sangiovese ein.

    "Wenn man Jahrzehnte in den Weingärten und Kellern seiner Kunden arbeitet, wächst irgendwann der Wunsch nach dem eigenen Weingarten, wo man alles so machen darf, wie man eben will", schmunzelt der langjährige technische Direktor des Consorzio Chianti Classico, und fügt hinzu "und das bedeutet nicht, dass ich den besten Wein der Welt keltern will, sondern Wein, der mir am besten schmeckt". Ferrini sucht die Eleganz. Kein Wunder also, dass er seine ersten Weingärten 2002 in Montalcino anlegte.

    Schon während seines Agronomie-Studiums in Florenz und natürlich danach als Consultant, beschäftigte sich Carlo Ferrini mit den Böden, den Unterlagsreben und den besten Sangiovese-Klonen. Seine Podere Giodo, so benannt als Hommage an seine Eltern Giovanna und Donatello, liegt im Süden von Montalcino zwischen dem Dörfchen Sant'Angelo in Colle und dem Kloster Sant'Antimo hinter dem der Monte Amiata aufragt. Und obwohl hier viele Weinberge namhaftester Brunello-Produzenten liegen, ist ein Teil der Landschaft hier noch wie vor fünfzig Jahren, vor dem großen Boom. Eichenwälder, ein paar Weizenfelder und Gestrüpp, man könnte es archaische Macchia nennen.

    Genau in so einen unbearbeiteten Flecken führt ein holpriger Schotterweg steil bergauf. Zu einem verfallenen Steinhaus, das gerade renoviert wird, und einem faszinierenden Halbkreis aus Zypressen, den man eher bei einem Palazzo vermuten würde. Dahinter liegen heute 2,5 Hektar beste Brunello-Lagen, denn das brachliegende Land mit Südost-Ausrichtung, mit mittelschweren, gesteinsreichen Böden war quasi ein Rohdiamant, den man nur bearbeiten und zum Weingarten formen musste. Nach einigen Jahren kam noch einmal so viel dazu. Wieder brachliegendes Land. Noch hundert Meter höher, auf rund 400 m Seehöhe, noch steiniger.

    Acht verschiedene Sangiovese-Klone, die Ferrini aus seinen wissenschaftlichen Forschungen und aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als klein- und lockerbeerig und mit geringer Wuchskraft schätzte, wurden nach und nach in "Cordone Speronato"-Erziehung angepflanzt. Heute sind es rund 6,5 Hektar. Die älteren Weingärten liefern die Trauben für den eleganten Brunello di Montalcino, die Trauben der jüngeren Anlagen kommen in den Rosso Toscana IGT, der etwas feingliedriger ist, aber ebenfalls feinst balanciert, fruchtbetont aber elegant ist und mit viel Trinkfreude einhergeht. Die Eleganz erhält Ferrini durch strengste Selektion der Beeren, Spontanvergärung mit eigenen Hefen und Ausbau in Zement und 700-Liter Fässern, denn: "Das Holz soll nur bei der Reifung begleiten, man soll es nicht spüren".

    Ein weiterer Wunsch geht gerade für den Mitt-Sechziger in Erfüllung, denn seine Tochter Bianca, die neben ihrem Agrar-Studium auch zu einer Weltklasse-Wasserballerin wurde, schloss ihr Marketing-Zusatzstudium in den USA ab und kehrte zurück, um den Vater beim Aufbau der Podere Giodo zu unterstützen. Denn da gibt es noch viel zu tun. Neben der Renovierung der alten Gebäude wird gerade ein Keller fertiggestellt, und die späte zweite Liebe Carlo Ferrinis fordert auch viel Arbeitsaufwand. Sie heißt Nerello Mascalese und wächst auf 900 m Seehöhe am Ätna in hundertjährigen Albarello-Bäumchen. Aber das wird eine andere Geschichte. Demnächst hier.  SUPERIORE.DE

     

    Fakten

    • Eigentümer: Carlo Ferrini
    • Önologie und Agronomie: Carlo und Bianca Ferrini
    • Jahresproduktion: ca. 20.000 Flaschen
    • Rebfläche: ca. 6,5 Hektar
    • Anbau: Konventionell, derzeit in Bio-Umstellung