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!["Codarossa" Lambrusco Grasparossa Colli di Scandiano e di Canossa DOC amabile]()
“Codarossa” Lambrusco Grasparossa Colli di Scandiano e di Canossa DOC amabile
Einziger Süßwein (amabile) in unserer Lambrusco-Reihe von Albinea Canali – und er hat seinen guten Grund: Der Grasparossa ist von Natur aus körperreich und tanninreich; ein wenig Restzucker bringt ihn in die Balance. Malbo Gentile, die sanfte autochthone Sorte Reggios, gibt dem Blend das Weiche, Runde und die charakteristischen Blütennoten. Gärung im Stahl, Charmat-Verfahren – frisch und sauber.
- Rebsorten: 85% Lambrusco Grasparossa, 15% Malbo Gentile
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 8,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Dolci emiliani, Crostata di frutta, würzige Focaccia, Frischkäse - Gesamtextrakt: 29,66 g/l
- Gesamtsäure: 6,85 g/l
- Restzucker: 42,55 g/l
- Sulfit: 122 mg/l
- pH-Wert: 3,42
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 65 kcal
- Energie in kJ: 272 kJ
- Kohlenhydrate: 5,10 g
- Davon Zucker: 4,50 g
!["Bocciolo" Lambrusco Grasparossa Frizzante Colline di Scandiano e Canossa DOC 2025 dolce]()
“Bocciolo” Lambrusco Grasparossa Frizzante Colline di Scandiano e Canossa DOC 2025 dolce
Bocciolo bedeutet Blütenknospe. Und genau das ist dieser Wein: etwas, das sich gerade öffnet, noch nicht ganz aufgeblüht ist – von einer Süße, die verspricht statt zu überwältigen. 100% Lambrusco Grasparossa aus den Hügeln von Scandiano und Canossa, Tonböden, Cordone speronato, ertragsreduziert. Gärung im Stahl bei kontrollierter Temperatur, Abbruch beim gewünschten Zuckergehalt. Nur 7,5% Alkohol – bewusst leicht, damit die Frische dominiert.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Grasparossa
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 7,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Tortelli di zucca, Torta di cioccolato fondente, Vellutata di zucca con amaretti - Gesamtextrakt: 26,00 g/l
- Gesamtsäure: 6,50 g/l
- Restzucker: 67,00 g/l
- Sulfit: 130 mg/l
- pH-Wert: 3,30
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 72 kcal
- Energie in kJ: 300 kJ
- Kohlenhydrate: 7,40 g
- Davon Zucker: 6,70 g
!["Assolo" Frizzante Lambrusco Reggiano DOC 2025 secco]()
“Assolo” Frizzante Lambrusco Reggiano DOC 2025 secco
Seit über hundert Jahren baut die Familie Medici in Montecchio Emilia Lambrusco an. Nicht weil es sich gerade gut verkauft – sondern weil sie es nicht anders kennen und nicht anders wollen. Vier Generationen, eine Obsession: den besten Reggiano DOC zu machen, den diese Hügel hergeben. Ernten weit unter dem erlaubten Höchstertrag, Böden aus schwerem Ton, Sorgfalt bis in den letzten Winkel der Vinifikation. Assolo ist ihr zugänglichster Wein – und er ist kein Kompromiss. 51% Ancellotta für Farbe und Frucht, Lambrusco Salamino für Säure und Biss. Gärung im Stahl bei kontrollierter Temperatur, zweite Gärung nach dem Martinotti-Verfahren in der geschlossenen Druckkammer.
- Rebsorte: 51% Ancelotta und 49% Lambrusco Salamino
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,50 % vol
- Trinktemperatur: 10‑12 °C
- Lagerpotenzial: 2028
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Gnocco fritto mit Salame di Felino, Tortelli di zucca, Mortadella, Parmigiano Reggiano - Gesamtextrakt: 27,00 g/l
- Gesamtsäure: 7,00 g/l
- Restzucker: 14,00 g/l
- Sulfit: 100 mg/l
- pH-Wert: 3,30
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 72 kcal
- Energie in kJ: 302 kJ
- Kohlenhydrate: 2,10 g
- Davon Zucker: 1,40 g
![Lambrusco Metodo Ancestrale dell'Emilia IGT secco]()
Lambrusco Metodo Ancestrale dell’Emilia IGT secco
Im 19. Jahrhundert war das die einzige Methode, Lambrusco zu schäumen: zweite Gärung in der Flasche, Hefe bleibt drin, keine Rückholung, keine Korrektur (Pet-Nat-Verfahren). Albinea Canali hat sie nie aufgegeben. Das Ergebnis ist jedes Mal ein bisschen anders – und genau das ist der Sinn. Lambrusco Grasparossa als Basis, Stahltank für die erste Gärung, dann Flasche. Die feinen Trubstoffe der Hefe weichen die Struktur auf und geben dem Bouquet jene charakteristischen Briochenoten, die kein Charmat-Verfahren erzeugen kann.
- Rebsorten: 50% Lambrusco Salamino S. Croce, 50% Lambrusco Grasparossa
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Culatello di Zibello, Erbazzone reggiano, Mortadella, Parmigiano Reggiano 24 mesi - Gesamtextrakt: 31,30 g/l
- Gesamtsäure: 7,85 g/l
- Restzucker: 2,80 g/l
- Sulfit: 106 mg/l
- pH-Wert: 3,39
- Allergene
enthält Sulfite
!["Vigna del Cristo" Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco]()
“Vigna del Cristo” Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco
Zartes, leuchtendes Rosa mit lebhafter, feiner Perlage. Vigna del Cristo offenbart die elegante und trockene Seite von Lambrusco di Sorbara: frisch, subtil und charaktervoll. Im Duft rote Johannisbeeren, frische Himbeeren, rosa Grapefruit und ein Hauch weißer Blüten. Am Gaumen trocken, lebhaft und klar, mit animierender Säure und mineralischer Spannung. Ein feinperliger, stilvoller Lambrusco – erfrischend, angenehm herb und mit beeindruckender Leichtigkeit. Perfekt zu sommerlichen Fleischgerichten, Antipasti, Meeresfrüchten oder einfach als anspruchsvoller Aperitif. Schöne Länge und ein noch schöneres Trinkvergnügen. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtextrakt: 23,25 g/l
- Gesamtsäure: 7,86 g/l
- Restzucker: 7,22 g/l
- Sulfit: 39 mg/l
- pH-Wert: 3,28
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 67 kcal
- Energie in kJ: 281 kJ
- Kohlenhydrate: 1,30 g
- Davon Zucker: 0,70 g
!["Concerto" Lambrusco Reggiano DOC 2025 secco (BIO)]()
“Concerto” Lambrusco Reggiano DOC 2025 secco (BIO)
Es gibt einen Moment in der Geschichte des Lambrusco, der alles verändert hat. 1993 entschied die Familie Medici, ihren besten Wein nicht aus einem Durchschnitt zu keltern, sondern aus einem einzigen Weinberg: der Tenuta La Rampata, nahe Gaida in Reggio Emilia. Das war eine Provokation – für eine Rebsorte, die damals als Massenprodukt galt. Der Concerto wurde der erste Einzellagen-Lambrusco der Welt. Und er hat bewiesen, dass diese Idee keine Hybris war. 100% Lambrusco Salamino, biologisch angebaut auf Tonböden, Cordone speronato, Erträge weit unterhalb der erlaubten Höchstmengen. Spontane Gärung im Stahl, Abbruch beim gewünschten Alkoholgehalt, zweite Gärung nach dem Charmat-Verfahren bei niedrigsten Temperaturen – um jeden Fruchtton zu bewahren. Seit der Ernte 2020 offiziell biologisch zertifiziert.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Salamino S. Croce
- Anbau: biologisch
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Culatello aus Zibello, Tagliatelle mit Ragù, Tortellini in Brühe, Lasagne, Salami aus Felino - Gesamtextrakt: 25,97 g/l
- Gesamtsäure: 7,92 g/l
- Restzucker: 8,75 g/l
- Sulfit: 105 mg/l
- pH-Wert: 3,33
- Öko-Kontrollnr.: IT‑BIO‑009
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 70 kcal
- Energie in kJ: 293 kJ
- Kohlenhydrate: 1,70 g
- Davon Zucker: 1,00 g
!["BIANCO" Frizzante dell'Emilia IGT 2025 secco]()
“BIANCO” Frizzante dell’Emilia IGT 2025 secco
Seltene Cuvée aus weiß vinifiziertem Sorbara und Trebbiano. Zart floral im Duft, Veilchen, Birnen und Zitrusnoten, frech und frisch. Am Gaumen zart cremig, füllt den Gaumen wunderbar aus, wieder Birnen und Zitrus, tänzelt richtig über die Zunge mit feiner Perlage und hält mit guter Frische recht lang an. Fein als Aperitif oder als Begleiter zu Fisch-Vorspeisen. SUPERIORE.DE
- Rebsorten: 50% Lambrusco Sorbara, 50% Trebbiano
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Spada affumicato, Cevice - Gesamtsäure: 6,60 g/l
- Restzucker: 1,18 g/l
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 65 kcal
- Energie in kJ: 273 kJ
- Kohlenhydrate: 0,20 g
- Davon Zucker: 0,20 g
!["del Fondatore" Lambrusco di Sorbara DOC 2025 brut]()
“del Fondatore” Lambrusco di Sorbara DOC 2025 brut
1900 reiste Cleto Chiarli nach Paris. In seinem Gepäck: Flaschen seines Lambrusco, vergoren nach alter Methode – Gärung in der Flasche, kein Eingriff, kein Dosage. Die Jury der Weltausstellung verlieh ihm die "Mention Honorable". Ein Jahrhundert später wählte der Wine Spectator den Fondatore in seine Top 100 Weine der Welt. Das Geheimnis ist das Verfahren. Während der Markt auf Charmat setzt, hält Chiarli 1860 beim del Fondatore an der Metodo Ancestrale fest, die zweite Gärung findet in der Flasche statt. Danach sechs Monate Reife auf der Hefe. Keine Dosage. Was herauskommt, ist ein Lambrusco, den man Jahrgänge zurückverfolgen kann – und der zeigt, wie dieser Wein geklungen hat, lange bevor irgendjemand auf die Idee kam, ihn süß zu machen.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: Edelstahltank
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 11,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Diam
- Speiseempfehlung
Culatello di Zibello, Bollito misto con salsa verde, Tortelloni di ricotta, Parmigiano Reggiano 24 mesi - Gesamtextrakt: 25,61 g/l
- Gesamtsäure: 9,85 g/l
- Restzucker: 3,15 g/l
- Sulfit: 75 mg/l
- pH-Wert: 3,22
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 68 kcal
- Energie in kJ: 285 kJ
- Kohlenhydrate: 0,20 g
- Davon Zucker: 0,20 g
!["SOLCO" Lambrusco dell'Emilia IGT 2025 semisecco]()
“SOLCO” Lambrusco dell’Emilia IGT 2025 semisecco
Dunkles Kirschrot mit violetten Reflexen. Im Duft intensiv nach süßen, eingelegten Amarena-Kirschen und Weichseln, mit zarter Kräuterwürze, sehr einladend. Am Gaumen wieder süße Frucht, eingebettet in fein perlendes Mousseux, lang anhaltend und frisch, mit animierendem Säurespiel im Finish. Feiner Aperitif, aber auch sehr gut als Begleiter deftiger Pastagerichte. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Salamino S. Croce
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 10,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 69 kcal
- Energie in kJ: 288 kJ
- Kohlenhydrate: 1,80 g
- Davon Zucker: 1,80 g
!["Premium" Lambrusco di Sorbara Vecchia Modena DOC 2025 brut]()
“Premium” Lambrusco di Sorbara Vecchia Modena DOC 2025 brut
"Vecchia Modena" steht seit über einem Jahrhundert auf diesem Etikett und führt jeden in die Irre, der es wörtlich nimmt. Chiarli erinnert damit an die historische Ausstattung, mit der das Haus um 1900 in Paris und Brüssel antrat – eine Reifeangabe ist es nicht. Im Glas zeigt sich das Gegenteil von Alter: helles Lachsrosa, weil Sorbara kaum Farbstoff in den Beerenschalen anlegt. Dazu rote Johannisbeere, Walderdbeere, Sauerkirsche und ein Hauch Granatapfel. Mit 8,5 Gramm Säure trägt der Wein eine Spannung, die man bei einem Rotwein kaum erwartet; die Perlage bleibt fein und hält lange an. 100% Lambrusco di Sorbara aus dem Vigneto Sozzigalli, kurze Maischegärung, langsame Prise de Mousse im geschlossenen Gärtank. Gekühlt bei acht Grad ist er das Gegengewicht zu Culatello, Parmigiano Reggiano und Zampone – trocken, saftig und angenehm herb im Abgang. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Frittierte Gnocco mit Wurstwaren, Tortellini im Brot, gemischte Vorspeisen, Parmigiano Reggiano - Gesamtextrakt: 32,45 g/l
- Gesamtsäure: 8,50 g/l
- Restzucker: 8,00 g/l
- Sulfit: 36 mg/l
- pH-Wert: 3,32
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 67 kcal
- Energie in kJ: 280 kJ
- Fett: < 0,50 g
- Davon gesättigte Fettsäuren: < 0,10 g
- Kohlenhydrate: 1,70 g
- Davon Zucker: 0,80 g
- Eiweiß: < 0,50 g
- Salz: < 0,01 g
!["La Volta" Vino Rosso Frizzante 2025 secco]()
“La Volta” Vino Rosso Frizzante 2025 secco
Die Cantina della Volta liegt an einem Kanalabschnitt des Naviglio von Bomporto – jener Stelle, an der Flussbahnen früher kehrtmachen mussten, bevor sie Richtung Modena weiterzogen. La Volta bedeutet die Wende, die Kehre. Kein unpassender Name für einen Frizzante, der ebenfalls seinen eigenen Weg geht. 100% Lambrusco di Sorbara von den alluvialen Böden des Flusses Secchia, Handlese in 15-Kilogramm-Kisten, Kaltmazeration, erste Gärung im Stahltank. Was dann folgt, ist der entscheidende Schritt: die zweite Gärung in der Flasche – flaschenvergoren wie ein Méthode Classico, dann die Hefe sorgfältig entfernt, Kronkorken. Der gleiche handwerkliche Aufwand, den Christian Bellei in seinen großen Schaumweinen zeigt – für einen Frizzante, der schlicht Freude machen soll.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 4 Monate Flaschengärung
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 11,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Kronkorken
- Speiseempfehlung
Frittierte Gnocco mit Culatello und Mortadella aus Bologna - Restzucker: 11,00 g/l
- Allergene
enthält Sulfite
!["SANT'AGATA" Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco (BIO)]()
“SANT’AGATA” Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco (BIO)
Rubinrot mit hellen violetten Reflexen. Im Duft einladend nach Veilchen, roten Johannisbeeren und Walderdbeeren. Auch am Gaumen feinfruchtig, trocken und knackig frisch mit lebendigem Säurespiel und fein prickelnder Perlage. Bringt Frische und Trinkfreude auf jedes Gartenfest. Passt perfekt zu Fingerfood, Schnittchen, Prosciutto & Co. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Anbau: biologisch
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Mediterranes Fingerfood - Öko-Kontrollnr.: IT‑BIO‑006
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 65 kcal
- Energie in kJ: 273 kJ
- Kohlenhydrate: 0,10 g
- Davon Zucker: 0,10 g
!["RADICE" Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco]()
“RADICE” Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco
Raus aus den Klischees, herein mit der Überraschung! Auch das berühmteste Lambrusco-Gewächs der Paltrinieris wird jeden Kenner mit Freude erfüllen. Radice wird im Pét Nat-Verfahren hergestellt (Metodo Ancestrale) und durchläuft daher nach der Abfüllung eine zweite Gärung auf der eigenen Hefe. Dieser naturtrübe, trockene Frizzante überzeugt schon im Bouquet mit Noten von Rhabarber, einer frischen Zitrusnote und etwas Brot. Die anhaltende, feine Perlage und seine trinkige Art macht ihn zu einem rassigen Begleiter herzhaft-würziger Antipasti, heller Fleischgerichte oder einfach nur eines beschwingten Festes inmitten der Natur und fröhlicher Menschen. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: Drucktank und Flaschengärung
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2029
- Verschluss: Kronkorken
- Gesamtsäure: 7,25 g/l
- Restzucker: 0,19 g/l
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro pro 100 ml
- Energie in kcal: 65 kcal
- Energie in kJ: 273 kJ
- Kohlenhydrate: 0,1 g
- Davon Zucker: 0,1 g
!["LECLISSE" Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco]()
“LECLISSE” Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco
Ein echtes Lambrusco-Cru aus der 15 ha großen Lage Vigna del Cristo, der eine 2. Vergärung nach der Charmat-Methode für 3 Monate im Drucktank erhielt. Lachsrosa. Duftet nach rosa Grapefruit und dezent nach Himbeeren. Am Gaumen keck, frisch, lebendig und staubtrocken – perfekt für Freunde von zero dosage. Sehr feine Perlage, die auch lange anhält. Klingt mit feinherber Frucht lange nach. Optimal als Aperitif, zu Muscheln, Austern und kalten Fisch-Vorspeisen. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: Edelstahl
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtsäure: 8,85 g/l
- Restzucker: 1,36 g/l
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 65 kcal
- Energie in kJ: 273 kJ
- Kohlenhydrate: 0,10 g
- Davon Zucker: 0,10 g
!["Rimosso" Frizzante Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco]()
“Rimosso” Frizzante Lambrusco di Sorbara DOC 2025 secco
Die erste alkoholische Gärung des Mostes findet in Stahlbehältern auf der Feinhefe bei kontrollierter Temperatur statt und nach einer Wartezeit von mindestens sechs Monaten wird der Wein in Flaschen abgefüllt. Die Flaschen bleiben bei einer konstanten Temperatur von 12°C, damit der Wein seine zweite Gärung durchlaufen und auf seinen eigenen Hefen reifen kann, die als leichtes Sediment (Achtung, er wird nicht filtriert!) am Flaschenboden zurückbleiben.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 6 Monate Flaschengärung
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 11,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Restzucker: 11,50 g/l
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 70 kcal
- Energie in kJ: 290 kJ
- Kohlenhydrate: 0,70 g
!["LARISERVA" Lambrusco di Sorbara DOC 2023 brut]()
“LARISERVA” Lambrusco di Sorbara DOC 2023 brut
LARISERVA ist ein weiß vinifizierter Lambrusco di Sorbara Spumante und reift 12 Monate nach der Martinotti-Methode (Charmat-Verfahren) im Drucktank auf der Feinhefe. Feines Puderrosa. Im zarten Bouquet hübsche blumige Noten und Anklänge von Grapefruit und Rhabarber. Am Gaumen weich, trinkig und ungemein frisch, im weiteren Verlauf sehr elegant und mit einer feinen Würze im Hintergrund. Ein spannungsgeladener Aperitif, wie wir ihn sehr schätzen. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 12 Monate Drucktank auf der Feinhefe
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 11,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtsäure: 7,76 g/l
- Restzucker: 5,10 g/l
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 65 kcal
- Energie in kJ: 271 kJ
- Kohlenhydrate: 0,30 g
- Davon Zucker: 0,30 g
!["Trentasei" Metodo Classico Lambrusco di Sorbara DOC 2023 brut]()
“Trentasei” Metodo Classico Lambrusco di Sorbara DOC 2023 brut
Trentasei bedeutet sechsunddreißig. Genau so viele Monate verweilt dieser Lambrusco mindestens auf der Hefe – in der Flasche, bei konstanten 12°C, nach der Metodo Classico. Christian Bellei ist kein Winzer, der es sich leicht macht. Die Idee, Lambrusco di Sorbara nach dem Metodo Classico zu vinifizieren, ist ein bewusstes Bekenntnis: dass diese Rebsorte – zart, säurebetont, von einer strukturellen Eleganz, die sie unter den Lambrusco-Klonen einzigartig macht – das Potenzial hat, mit Champagner-Methodik umzugehen. 100% Sorbara von den alluvialen Böden des Secchia, Handlese in 15-Kilogramm-Kisten, schonende Pressung, erste Gärung im Stahl, dann mindestens sechs Monate Wartezeit vor der Flaschengärung. Rémuage, Dégorgement, Dosage: 5 g/l. Alles wie in Épernay – nur dass die Trauben aus Bomporto kommen.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 36 Monate Flaschengärung
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 12,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2029+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Culatello di Zibello, Tortellini in brood, Parmigiano Reggiano 36 Monate - Restzucker: 5,50 g/l
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 71 kcal
- Energie in kJ: 295 kJ
- Kohlenhydrate: 1,10 g
- Davon Zucker: 0,60 g
!["GROSSO" Metodo Classico Lambrusco di Sorbara DOC 2022 brut]()
“GROSSO” Metodo Classico Lambrusco di Sorbara DOC 2022 brut
GROSSO ist ein im klassischen Champagner-Verfahren hergestellter Blanc de Noirs und reift 24 Monate auf der Feinhefe. Zartes Rosa und eine feine, anhaltende Perlage. Knackiges Bouquet nach Veilchen, Zitrusschale, Nektarine und Walderdbeere. Am Gaumen mit schönem Zug, sehr geradlinig nach roten Beeren. Sehr gut ausbalanciert tänzelt er mit feinwürziger und beeindruckender Frische in einen respektablen Abgang. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 24 Monate Flaschengärung
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 12,00 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2029+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtsäure: 6,04 g/l
- Restzucker: 0,50 g/l
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 65 kcal
- Energie in kJ: 271 kJ
- Kohlenhydrate: 0,30 g
- Davon Zucker: 0,30 g
![Metodo Classico Rosé Lambrusco di Sorbara DOC 2018 brut]()
Metodo Classico Rosé Lambrusco di Sorbara DOC 2018 brut
Hier kommt einer der seriösesten und zugleich spannendsten Schaumweine, die man aus der Sorte Sorbara keltern kann! Zart- bis Altrosa mit feinem Schaum und akzentuierter, anhaltender Perlage. Geradezu magisch und dennoch sehr distinguiert das Bouquet mit Anklängen an Himbeere und Walderdbeere, welches einen hochklassigen Lambrusco ausmacht, aber für viele der dortigen Winzer ein bis heute unerreichbares Ziel zu sein scheint. Im Trunk eine feine Säure, dazu zart-trockene Bitternnoten und als spannende Aufhellung fruchtige Töne von Walderdbeere und Granatapfel. In der Gesamtanmutung ist er knochentrocken und der in Flaschen gefüllte Traum eines nach Champagnerverfahren hergestellten Lambruscos, der in der Weinlandschaft seinesgleichen sucht. SUPERIORE.DE
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 40 Monate Flaschengärung
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 12,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2028+
- Verschluss: Naturkorken
- Restzucker: 5,50 g/l
- Allergene
enthält Sulfite
!["Christian Bellei" Blanc de Noirs Metodo Classico DOC 2017 brut]()
“Christian Bellei” Blanc de Noirs Metodo Classico DOC 2017 brut
Wenn ein Wein nach dem Gründer und Mastermind der wohl berühmtesten und angesagtesten Kellerei der Region um Modena benannt ist, dann sollte man genauer hinschauen, oder besser noch, direkt zur Flasche greifen. Dieser außergewöhnliche Schaumwein ist im Blanc-de-Noirs-Verfahren hergestellt, also ein weißer Spumante von roten Trauben - sicher keine Alltäglichkeit in der Lambrusco-Welt.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 36 Monate Flaschengärung
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 12,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2029+
- Verschluss: Naturkorken
- Restzucker: 5,50 g/l
- Allergene
enthält Sulfite
!["La Prima Volta" Metodo Classico DOC 2020 dosaggio zero]()
“La Prima Volta” Metodo Classico DOC 2020 dosaggio zero
Es gibt eine Entscheidung im Keller, die alles sagt: keine Dosage. Null Gramm Zucker nach dem Dégorgement – kein Ausgleich, kein Abmildern, keine Korrektur. Was in die Flasche kommt, muss für sich stehen. Christian Bellei trifft diese Entscheidung beim La Prima Volta bewusst und jedes Mal neu: Dosaggio Zero ist eine Haltung. 100% Lambrusco di Sorbara von den alluvialen Böden des Secchia. Nur der Mosto Fiore – der erste, reinste Anteil der schonenden Pressung – wird vergoren, im Stahl, bei kontrollierter Temperatur. Im Frühjahr nach der Ernte erfolgt die Flaschengärung nach der metodo classico, dann mindestens 36 Monate Hefelagerung bei konstanten 12°C. Rémuage, Dégorgement – und statt dem Liqueur d'Expédition kommt derselbe Wein zurück in die Flasche. Nichts anderes.
- Rebsorte: 100% Lambrusco Sorbara
- Ausbau: 36 Monate Flaschengärung
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 12,50 % vol
- Trinktemperatur: 8‑10 °C
- Lagerpotenzial: 2029+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Meeresfrüchte‑Tartare, Jakobsmuscheln auf Erbsenpüree, Ziegenkäse mit Honig, Seebarsch‑Carpaccio - Restzucker: <1,00 g/l
- Allergene
enthält Sulfite

Lambrusco – eine Familie, viele Ausdrucksformen
Wer bei Lambrusco an einen einzigen Wein denkt, beginnt an der falschen Stelle. Lambrusco ist eine Familie autochthoner Rebsorten aus der Emilia-Romagna, genauer aus ihrem emilianischen Teil, deren Mitglieder sich in Farbe, Säure, Tannin, Duft und Herkunft erheblich unterscheiden. Dazu kommen verschiedene DOCs, Ausbauformen und Süßegrade. Das Ergebnis reicht vom fast rosafarbenen, straffen Sorbara bis zum dunkelvioletten, tanninbetonten Grasparossa.
Gerade darin liegt die Qualität des heutigen Lambrusco. Nicht jeder Wein will dasselbe sein. Ein trockener Sorbara kann floral, salzig und beinahe schwerelos wirken; Grasparossa besitzt mehr dunkle Frucht, Körper und Gerbstoff; Salamino verbindet saftige Beerenfrucht mit Frische und moderater Struktur. Frizzante und Spumante setzen wiederum unterschiedliche Akzente bei der Perlage.
Auch die Kellertechnik ist keineswegs einheitlich. Viele Lambrusco entstehen nach dem Metodo Martinotti im Drucktank. Andere werden nach alter emilianischer Tradition in der Flasche nachvergoren und mit der Hefe abgefüllt. Wieder andere durchlaufen eine klassische Flaschengärung mit langem Hefelager und Dégorgement.
- Lambrusco bezeichnet eine Familie verschiedener autochthoner Rebsorten
- Sorbara, Grasparossa und Salamino sind die drei wichtigsten Vertreter
- sechs DOCs bilden die wichtigsten geschützten Herkunftsräume
- Lambrusco kann rot oder rosé, Frizzante oder Spumante sein
- die Stilistik reicht von secco über semisecco und amabile bis dolce
- Martinotti, traditionelle Flaschenrefermentation und Metodo Classico stehen nebeneinander
Zwischen Po-Ebene und Apennin – das emilianische Herz des Lambrusco
Das Kernland des Lambrusco liegt im emilianischen Teil der Emilia-Romagna, vor allem in den Provinzen Modena und Reggio Emilia. Es ist eine Landschaft der Übergänge: Im Norden breitet sich die flache, fruchtbare Po-Ebene aus, durchzogen von Flüssen und Kanälen; nach Süden steigt das Gelände allmählich zu den Vorhügeln des Apennins an.
Diese Geografie erklärt einen erheblichen Teil der stilistischen Unterschiede. In der Ebene rund um Sorbara, Carpi und Santa Croce dominieren tiefgründige, vom Wasser geprägte Böden aus Sand, Schluff und Ton. Hier fühlen sich Sorbara und Salamino zu Hause. Weiter südlich, rund um Castelvetro und in den Hügeln von Reggio Emilia, werden die Böden karger, kalkhaltiger und besser drainiert – Bedingungen, unter denen Grasparossa besonders charaktervoll ausfallen kann.
Das Klima ist ausgeprägt kontinental. Heiße Sommer treffen auf kalte, oft neblige Winter. Lambrusco hat sich über Jahrhunderte genau an diese Landschaft angepasst. Seine natürliche Säure und sein Gerbstoff sind dabei keine Nebeneffekte, sondern ein Schlüssel zu seiner Identität – und ein Grund, warum die Weine mit Kohlensäure und der üppigen Küche der Emilia so selbstverständlich zusammenspielen.
Sorbara – Farbe fast wie Rosé, Spannung wie ein Weißwein
Lambrusco di Sorbara ist der hellste und säurebetonteste der drei großen Lambrusco-Typen. Seine Weine bewegen sich farblich häufig zwischen hellem Rubin und Rosé. Typisch sind Veilchen, rote Johannisbeere, Walderdbeere, Himbeere und Zitrusnoten, vor allem aber eine ausgeprägte Säure, die guten Sorbara erstaunlich geradlinig wirken lässt.
Das Herzstück liegt nördlich von Modena rund um Bomporto und Sorbara, zwischen den Flüssen Secchia und Panaro. Für die DOC Lambrusco di Sorbara müssen mindestens 60 Prozent Sorbara verwendet werden; Salamino kann die Cuvée ergänzen. Einige der heute spannendsten Erzeuger gehen bewusst einen Schritt weiter und vinifizieren Sorbara reinsortig.
Das ist anspruchsvoller, als der zarte Wein vermuten lässt. Sorbara neigt zu unregelmäßiger Befruchtung und geringem Fruchtansatz; zugleich gehört eine hohe natürliche Säure zu seinen charakteristischen Eigenschaften. Gerade diese Kombination prägt die ungewöhnlich leichte und gespannte Art der Sorte.
Im Glas ist guter Sorbara deshalb weniger "roter Schaumwein" als eine eigene Kategorie: floral und rotfruchtig, aber mit jener Straffheit, die man sonst eher bei sehr frischen Weiß- oder Roséweinen sucht. Austern, frittierter Fisch und feine Antipasti funktionieren ebenso gut wie Mortadella oder Tortellini.
Grasparossa – dunkler, kräftiger, tanninreicher
Lambrusco Grasparossa zeigt die andere Seite der Familie. Die Sorte ist eng mit dem Raum Castelvetro verbunden und vor allem in den südlicheren Hügel- und Vorhügellagen von Modena und Reggio Emilia verbreitet. Schon optisch ist der Unterschied deutlich: Grasparossa ergibt tief rubinrote bis violette Weine mit dunklerem Schaum und erheblich mehr Farbsubstanz.
Auch am Gaumen besitzt er mehr Gewicht. Schwarzkirsche, Sauerkirsche, Brombeere, Johannisbeere, Veilchen und bisweilen eine feine Mandelnote treffen auf einen deutlich spürbaren Gerbstoff. Unter den großen Lambrusco-Sorten liefert Grasparossa meist die strukturreichsten Weine.
Die DOC Lambrusco Grasparossa di Castelvetro verlangt mindestens 85 Prozent Grasparossa. Gerade trocken ausgebaut kann die Sorte überraschend kraftvoll und gastronomisch wirken. Ein guter amabile ist deshalb keineswegs die minderwertige Alternative: Ein wenig Restsüße kann den kräftigeren Gerbstoff gezielt ausbalancieren und gehört zu den traditionellen Ausdrucksformen dieses Lambrusco.
Salamino – saftige Frucht zwischen Sorbara und Grasparossa
Lambrusco Salamino trägt seinen Namen wegen der länglichen, kompakten Trauben, deren Form an kleine Salami erinnert. Die Sorte ist besonders in den Ebenen von Modena und Reggio Emilia verbreitet und bildet stilistisch eine reizvolle Mitte zwischen Sorbara und Grasparossa.
Salamino besitzt mehr Farbe als Sorbara, aber meist weniger Tannin als Grasparossa. Himbeeren, Kirschen, Brombeeren und florale Noten prägen das Aromenspektrum; hinzu kommen lebendige Säure und eine saftige Struktur, die bei ambitioniertem Weinbau erstaunlich präzise werden kann.
Für Lambrusco Salamino di Santa Croce DOC sind mindestens 85 Prozent Salamino vorgeschrieben. Dass die Sorte auch große Ambitionen verträgt, beweist Medici Ermete mit seinem Concerto: ein reinsortiger Salamino aus der Tenuta La Rampata, der 1993 aus einem neuen Qualitätsanspruch im Weinberg entstand.
Sechs DOCs – und keine davon erzählt die ganze Geschichte
Die drei großen Rebsorten erklären Lambrusco noch nicht vollständig. Ebenso wichtig ist die Herkunft. Der Consorzio Tutela Lambrusco betreut sechs DOCs für Lambrusco, die unterschiedliche Landschaften und Rebsortenkonzepte abbilden.
- Lambrusco di Sorbara DOC – die helle, säurebetonte Herkunft der Modeneser Ebene
- Lambrusco Grasparossa di Castelvetro DOC – strukturreicher Lambrusco aus den südlicheren Hügel- und Vorhügellagen
- Lambrusco Salamino di Santa Croce DOC – Salamino-geprägte Weine aus dem nördlichen Modena
- Modena DOC – eine weit gefasste Herkunft, in der verschiedene Lambrusco-Sorten gemeinsam oder einzeln verwendet werden können
- Reggiano DOC – das große Lambrusco-Feld von Reggio Emilia mit mehreren zugelassenen Mitgliedern der Rebsortenfamilie
- Colli di Scandiano e di Canossa DOC – die hügeligeren Gebiete südlich von Reggio Emilia mit verschiedenen Lambrusco-Typologien
Gerade Reggiano und Modena zeigen, warum eine einfache Gleichung "eine Rebsorte gleich eine Herkunft" bei Lambrusco nicht funktioniert. Hier gehört die Assemblage verschiedener Lambrusco-Sorten ausdrücklich zur Tradition. Sorten wie Marani, Maestri, Montericco oder Barghi erweitern das Bild; Ancellotta und Malbo Gentile können je nach Denomination ebenfalls eine Rolle spielen.
Und dann gibt es noch Emilia IGT. Sie steht außerhalb der engeren DOC-Systematik, ist aber keineswegs automatisch weniger ambitioniert. Gerade bei experimentelleren oder traditionell flaschenvergorenen Weinen kann sie Produzenten bewusst mehr Freiheit geben.
Von der "Labrusca vitis" zum modernen Lambrusco
Die Geschichte des Lambrusco reicht weit zurück – allerdings sollte man sie nicht romantisieren. Antike Autoren wie Vergil, Cato und Varro erwähnten eine "Labrusca vitis", womit wild wachsende Reben bezeichnet wurden. Das war noch nicht der Lambrusco, den wir heute kennen, zeigt aber, wie tief die Verbindung zwischen lokalen Reben und der Po-Ebene reicht.
Konkreter wird die Spur in der Neuzeit. 1597 lobte der Arzt Andrea Bacci die Weinberge zwischen Modena und Parma und beschrieb angenehm perlende Weine. 1814 veröffentlichte Vincenzo Dandolo in Modena Anweisungen zur Herstellung und sicheren Abfüllung schäumender Weine – ein wichtiger Schritt in einer Zeit, in der Kohlensäure in der Flasche technisch alles andere als leicht zu beherrschen war.
Im 19. Jahrhundert begann zugleich die moderne ampelografische Unterscheidung der einzelnen Lambrusco-Sorten. Francesco Agazzotti beschrieb sie 1867, Enrico Ramazzini folgte 1885; zahlreiche der damals erfassten Varietäten werden bis heute kultiviert.
1970 erhielten Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa di Castelvetro und Lambrusco Salamino di Santa Croce ihre DOC. Damit bekam eine alte regionale Weinkultur einen modernen rechtlichen Rahmen.
Frizzante oder Spumante – Perlage ist keine Qualitätsstufe
Lambrusco begegnet uns sowohl als Frizzante als auch als Spumante. Der Unterschied liegt zunächst im Kohlensäuredruck und damit in der Intensität der Perlage. Frizzante wirkt sanfter und unmittelbarer, Spumante besitzt eine kräftigere und meist länger anhaltende Mousse.
Eine Qualitätsrangfolge ergibt sich daraus nicht. Ein fein gemachter trockener Frizzante kann präziser und charaktervoller sein als ein beliebiger Spumante. Umgekehrt erlaubt die stärkere Perlage eines Spumante andere Texturen und, insbesondere bei längerer Flaschenreife, größere aromatische Tiefe.
Entscheidender ist die Frage, welche Methode der Produzent gewählt hat – und was er damit ausdrücken möchte.
Drucktank, Rifermentazione, Metodo Classico – drei Wege zur Perlage
Der heute verbreitetste Weg ist der Metodo Martinotti, international häufig Charmat-Verfahren genannt. Die zweite Gärung erfolgt im geschlossenen Drucktank. Das Verfahren schützt die primäre Frucht und erlaubt es, florale und beerige Aromen besonders klar zu bewahren. Hochwertiger Martinotti ist deshalb kein verkürzter Weg, sondern für viele Lambrusco ein sehr präzises Werkzeug.
Daneben lebt die alte emilianische Tradition der Rifermentazione in bottiglia fort. Früher wurde der junge Wein nach dem Winter in Flaschen gefüllt; mit steigenden Frühjahrstemperaturen setzte die Gärung wieder ein und erzeugte die natürliche Perlage. Bei heutigen Interpretationen bleibt der Hefesatz häufig in der Flasche. Die Weine können dadurch leicht trüb sein und zusätzliche Brot-, Hefe- und Gewürznoten entwickeln. Diese Tradition wird heute gern mit Pét-Nat verglichen, besitzt in der Emilia aber eine eigene, lange Geschichte.
Davon zu unterscheiden ist der Metodo Classico. Auch hier findet die zweite Gärung in der Flasche statt, anschließend reift der Wein jedoch gezielt auf der Hefe, wird gerüttelt und dégorgiert. Produzenten wie Cantina della Volta oder Paltrinieri zeigen, dass insbesondere Sorbara diese Form des längeren Hefelagers hervorragend tragen kann.
Keine der drei Methoden besitzt ein Monopol auf Qualität. Martinotti betont häufig Frucht und Unmittelbarkeit, die traditionelle Flaschenrefermentation Ursprünglichkeit und Textur, der Metodo Classico Länge und Hefereife. Gerade die Koexistenz dieser Wege macht modernen Lambrusco so spannend.
Reife beim Lambrusco – keine vorgeschriebene Hierarchie
Anders als bei manchen großen italienischen Stillwein- oder Schaumweinherkünften gibt es beim Lambrusco keine allgemeine Reifetreppe aus Annata, Superiore und Riserva. Die zentralen Lambrusco-DOC schreiben für ihre üblichen Frizzante- und Spumante-Typologien keine appellationsweite Mindestlagerzeit vor; eine offizielle Riserva-Kategorie gibt es für Lambrusco ebenfalls nicht.
Wie viel Zeit ein Wein erhält, entscheidet deshalb weit stärker der Produzent und die gewählte Methode. Ein Martinotti-Frizzante kann bewusst jung und fruchtbetont auf die Flasche kommen, während ein Metodo Classico viele Monate oder Jahre auf der Hefe verbringen kann. Mehr Zeit ist auch hier keine automatische Qualitätsstufe, sondern eine stilistische Entscheidung.
Das erklärt zugleich Namen wie "LaRiserva" bei einzelnen Erzeugern: Solche Bezeichnungen können Produktnamen sein, sind aber keine vom Lambrusco-Regelwerk definierte Riserva-Stufe.
Secco, amabile oder dolce – Süße ist eine Stilfrage
Lambrusco kann trocken sein. Er kann aber ebenso halbtrocken, lieblich oder süß sein. Die Denominationen sehen diese Vielfalt ausdrücklich vor. Das alte Bild, Lambrusco müsse zwangsläufig süß schmecken, ist ebenso falsch wie die umgekehrte Vorstellung, nur ein knochentrockener Lambrusco sei ernst zu nehmen.
Bei Sorbara bringt secco seine hohe Säure, florale Präzision und feine rote Frucht besonders klar zum Vorschein. Bei Grasparossa kann etwas Restsüße den kräftigeren Gerbstoff auffangen. Salamino funktioniert aufgrund seiner saftigen Frucht in mehreren Stilrichtungen.
Qualität entscheidet sich deshalb nicht am Wort "secco" oder "amabile", sondern an Traubenqualität, Ertrag, Herkunft, Balance und der Präzision der Vinifikation.
Produzenten, die die Spannweite des Lambrusco zeigen
Unser Sortiment ist bewusst nicht auf eine einzige Vorstellung von Lambrusco zugeschnitten. Die Produzenten zeigen vielmehr, wie unterschiedlich Herkunft, Rebsorte und Methode interpretiert werden können.
Paltrinieri nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Seit 1926 ist die Familie in Sorbara verwurzelt; seit 1998 führen Alberto Paltrinieri und Barbara Galassi den Betrieb selbst und setzten früh auf reinsortigen Sorbara. Heute bewirtschaften und vinifizieren sie 17 Hektar in der historischen Zone Cristo di Sorbara, auf jenem schmalen Landstreifen zwischen Secchia und Panaro, der für die Sorte besonders prägend ist.
Kaum ein anderes Sortiment zeigt die Möglichkeiten von Sorbara so geschlossen. Leclisse wird reinsortig und trocken nach dem Martinotti-Verfahren erzeugt; Radice wird natürlich in der Flasche nachvergoren und bleibt mit seinem Hefesatz verbunden; Grosso geht als Metodo Classico mit langem Hefelager noch einen Schritt weiter. Dazu kommen Sant'Agata, LaRiserva und mit Solco auch ein Salamino. Paltrinieri zeigt damit nicht nur einen guten Lambrusco, sondern eine ganze Grammatik des Lambrusco di Sorbara.
Cantina della Volta nähert sich Sorbara aus einer anderen Richtung. Christian Bellei hat sein Schaumweinprojekt konsequent auf die Flaschengärung ausgerichtet; für seine Schaumweine kommt kein Autoklav zum Einsatz. Lange Hefelager, Rütteln und Dégorgement geben Sorbara eine Dimension, die weit über unmittelbare Frucht hinausgeht. La Prima Volta und die weiteren Metodo-Classico-Interpretationen gehören deshalb zu den spannendsten Belegen dafür, wie ernsthaft Lambrusco reifen kann.
Medici Ermete steht für einen anderen Wendepunkt. Anfang der 1990er-Jahre reduzierte die Familie ihre Erträge deutlich und stellte Herkunft und Weinbergsarbeit stärker in den Mittelpunkt. 1993 entstand Concerto aus Lambrusco Salamino der Tenuta La Rampata – ein Wein, der früh zeigte, dass ein Lambrusco aus einem klar definierten Weinberg und mit strengem Qualitätsanspruch international bestehen kann.
Chiarli 1860 verbindet diese Gegenwart mit einer außergewöhnlich langen Hausgeschichte. Cleto Chiarli begann 1860 in Modena mit der kommerziellen Weinproduktion; 1900 erhielt das Haus auf der Pariser Weltausstellung eine "Mention Honorable". Der heutige Fondatore bewahrt die historische Flaschenrefermentation: Sorbara, natürliche Gärung in der Flasche, sechs Monate Reife und Dosaggio Zero.
Auch der Name "Vecchia Modena" gehört zu dieser Hausgeschichte. Er ist keine zusätzliche DOC-Kategorie, sondern ein historischer Chiarli-Name, der auf eine erhaltene Flasche aus dem Jahr 1890 zurückgeht. Der Name kehrte 1980 ins Sortiment zurück und wurde später mit Vecchia Modena Premium erneut zu einem der prägenden Weine des Hauses.
Cavicchioli U. & Figli zeigt mit dem Vigna del Cristo eine klassische, trockene Interpretation von Sorbara. Der reinsortige Wein stammt aus dem Herzen der Sorbara-DOC und erhält nach der Gärung im Drucktank mindestens 120 Tage Hefekontakt. Er macht besonders deutlich, wie hell, duftig und säurebetont Lambrusco sein kann – und wie wenig diese Stilistik mit dem dunkel-süßen Stereotyp gemein hat.
Albinea Canali führt schließlich nach Reggio Emilia. Hier stehen unterschiedliche Lambrusco-Sorten und Stile nebeneinander. Gerade diese Spannweite zeigt, dass Tradition im Lambrusco nicht an einen einzigen Süßegrad oder eine einzige Methode gebunden ist.
Lambrusco am Tisch – vielleicht sein natürlichster Platz
Lambrusco ist kein Wein, der zufällig gut zur Küche der Emilia passt. Wein und Essen haben sich hier über Generationen gemeinsam entwickelt. Säure, Kohlensäure und – je nach Sorte – Gerbstoff setzen Fett, Salz und kräftigen Aromen etwas entgegen, ohne den nächsten Bissen zu erschlagen.
Gut gekühlt zeigt Lambrusco außerdem eine ausgesprochen animierende Seite. Gerade im Sommer funktioniert ein trockener Sorbara oder ein leichter Frizzante hervorragend als Aperitivo: frisch, saftig, mit Zug und meist moderatem Alkohol – aber mit deutlich mehr Charakter als ein beliebiger Terrassenwein. Seine Stärke liegt dabei gerade darin, dass er den Sprung vom Aperitivo an den Esstisch mühelos schafft.
Mortadella, Prosciutto, Salame di Felino, Culatello, Parmigiano Reggiano, Gnocco fritto, Tortellini, Lasagne und Tagliatelle al ragù sind deshalb weit mehr als folkloristische Empfehlungen. Sie erklären, warum Lambrusco so gebaut ist, wie er ist.
Sorbara funktioniert dank seiner Säure und feinen Struktur darüber hinaus erstaunlich gut mit frittiertem Fisch, Muscheln, Sushi oder rohem Fisch. Grasparossa verträgt Grillgerichte, Ragù, Braten und gereiften Käse. Salamino bewegt sich flexibel zwischen Salumi, Pasta und gegrilltem Fleisch.
Auch die Serviertemperatur gehört zum Stil. Für die meisten Lambrusco sind etwa 8–10 °C ein sehr guter Ausgangspunkt. Leichte, fruchtbetonte Frizzante und Sorbara dürfen entsprechend kühl ins Glas; komplexere, länger flaschenvergorene Weine entwickeln mit etwas mehr Temperatur bis etwa 10–12 °C zusätzliche aromatische Tiefe. Eiskalt sollte ein guter Lambrusco dagegen nicht serviert werden – zu niedrige Temperaturen nehmen ihm Duft, Textur und Charakter.
Und gerade hier zeigt sich die Modernität dieser Weine: Sie sind leicht genug, um nicht zu ermüden, besitzen aber genügend Säure, Struktur und Aromatik, um ein ganzes Essen zu begleiten.
Lambrusco kaufen – zuerst Rebsorte, dann Stil
Bei Lambrusco hilft die Farbe des Etiketts weniger als drei einfache Fragen: Welche Rebsorte? Wie trocken? Welche Methode?
Wer helle Farbe, hohe Säure und florale Präzision sucht, beginnt bei Sorbara. Für mehr Körper, dunklere Frucht und Tannin ist Grasparossa die bessere Richtung. Salamino bietet saftige rote Frucht und einen Mittelweg zwischen beiden.
Danach entscheidet die Vinifikation. Ein Martinotti-Frizzante setzt meist auf Frische und unmittelbare Frucht. Rifermentato in bottiglia bringt Hefe, Textur und eine bewusst ursprüngliche Seite ins Spiel. Metodo Classico eignet sich für alle, die feinere Perlage und längere Hefereife suchen.
Auch der Süßegrad gehört zur Stilwahl. Secco ist nicht automatisch hochwertiger als amabile – aber die Angabe verrät, welchen Gegenpol Frucht, Säure und Tannin im Glas bekommen.
Unser Sortiment reicht bewusst von unkompliziertem, authentischem Lambrusco für den Esstisch bis zu aufwendig flaschenvergorenen Sorbara, die selbst erfahrene Schaumweintrinker überraschen können.
Fragen und Antworten zu Lambrusco
Was ist Lambrusco?
Lambrusco ist keine einzelne Rebsorte, sondern eine Familie autochthoner Sorten aus der Emilia-Romagna. Aus ihnen werden vor allem rote und roséfarbene Frizzante und Spumante erzeugt. Die wichtigsten Vertreter sind Lambrusco di Sorbara, Lambrusco Grasparossa und Lambrusco Salamino.
Woher kommt Lambrusco?
Das Kerngebiet liegt im emilianischen Teil der Emilia-Romagna, vor allem in den Provinzen Modena und Reggio Emilia. Die wichtigsten Anbauzonen reichen von der flachen Po-Ebene bis zu den Vorhügeln des Apennins.
Welche Lambrusco-Rebsorten gibt es?
Zur Familie gehören zahlreiche lokale Varietäten. Am wichtigsten sind Sorbara, Grasparossa und Salamino. Daneben spielen unter anderem Marani, Maestri, Montericco, Viadanese und Barghi eine Rolle. Je nach DOC dürfen außerdem lokale Sorten wie Ancellotta oder Malbo Gentile beteiligt sein.
Was ist der Unterschied zwischen Sorbara, Grasparossa und Salamino?
Sorbara ist meist heller, floraler und besonders säurebetont. Grasparossa bringt dunklere Farbe, mehr Körper und deutlich mehr Tannin. Salamino liegt stilistisch dazwischen und verbindet intensive rote Frucht mit Frische und moderater Struktur.
Ist Lambrusco immer rot?
Nein. Die geschützten Lambrusco-Herkünfte kennen neben roten auch roséfarbene Varianten. Zudem können Lambrusco-Trauben weiß gekeltert werden; solche Weine erscheinen je nach Zusammensetzung und Regelwerk beispielsweise als Emilia IGT.
Ist Lambrusco immer süß?
Nein. Lambrusco wird von trocken bis süß erzeugt. Secco, semisecco, amabile und dolce sind unterschiedliche Stilrichtungen und keine Qualitätsstufen. Viele ambitionierte Lambrusco werden heute trocken ausgebaut.
Was bedeutet Frizzante bei Lambrusco?
Frizzante bezeichnet einen Wein mit sanfterem Kohlensäuredruck und entsprechend leichterer Perlage. Spumante besitzt einen stärkeren Druck und ausgeprägteren Schaum. Daraus ergibt sich keine automatische Qualitätsrangfolge.
Wie wird Lambrusco hergestellt?
Viele Lambrusco werden nach dem Metodo Martinotti im Drucktank nachvergoren. Traditionelle Varianten können in der Flasche refermentieren und mit dem Hefesatz abgefüllt werden. Beim Metodo Classico erfolgt die zweite Gärung ebenfalls in der Flasche, anschließend folgen Hefelager, Rütteln und Dégorgement.
Ist flaschenvergorener Lambrusco automatisch Metodo Classico?
Nein. Eine traditionelle Rifermentazione in bottiglia unterscheidet sich vom Metodo Classico. Beim traditionell nachvergorenen Lambrusco kann die Hefe in der Flasche verbleiben; beim Metodo Classico wird nach längerer Hefereife gerüttelt und dégorgiert.
Ist Lambrusco ein Pét-Nat?
Nicht grundsätzlich. Einige traditionell in der Flasche nachvergorene Lambrusco erinnern technisch und stilistisch an heutige Pét-Nat-Weine. Die emilianische Rifermentazione in bottiglia besitzt jedoch eine eigene historische Tradition, die deutlich älter ist als der moderne Begriff Pét-Nat.
Wie lange reift Lambrusco?
Dafür gibt es keine allgemeine Reifezeit. Die zentralen Lambrusco-DOC besitzen keine appellationsweite Reifestaffel. Fruchtbetonte Martinotti-Weine werden bewusst jung abgefüllt, während flaschenvergorene und nach dem Metodo Classico erzeugte Lambrusco viele Monate oder Jahre auf der Hefe verbringen können. Die konkrete Reifezeit hängt deshalb stark vom Produzenten und der Methode ab.
Gibt es Lambrusco Riserva?
Eine allgemeine, vom Lambrusco-Regelwerk definierte Riserva-Kategorie gibt es nicht. Bezeichnungen wie "LaRiserva" können Namen einzelner Weine sein, stellen aber keine amtliche Qualitäts- oder Reifestufe der Lambrusco-DOC dar.
Was bedeutet Vecchia Modena?
"Vecchia Modena" ist keine besondere Lambrusco-DOC oder Reifestufe, sondern ein historischer Name des Hauses Chiarli. Er geht auf eine erhaltene Chiarli-Flasche aus dem Jahr 1890 zurück und wurde später für verschiedene Weine des Produzenten wieder aufgegriffen.
Welche DOCs gibt es für Lambrusco?
Die sechs zentralen geschützten Herkünfte sind Lambrusco di Sorbara DOC, Lambrusco Grasparossa di Castelvetro DOC, Lambrusco Salamino di Santa Croce DOC, Modena DOC, Reggiano DOC sowie Colli di Scandiano e di Canossa DOC.
Welcher Lambrusco passt zu welchem Essen?
Sorbara passt hervorragend zu Salumi, frittierten Speisen, Fisch und leichteren Vorspeisen. Grasparossa begleitet kräftigere Fleischgerichte, Ragù und gereiften Käse. Salamino ist besonders vielseitig und funktioniert sehr gut zu Pasta, Salumi und klassischer emilianischer Küche.
Wie kalt sollte Lambrusco getrunken werden?
Etwa 8–10 °C sind für die meisten Lambrusco ein guter Ausgangspunkt. Leichte, frische Sorbara und Frizzante können in diesem Bereich besonders animierend wirken. Strukturreichere oder länger flaschenvergorene Weine dürfen sich im Glas auch in Richtung 10–12 °C entwickeln, damit Duft und Textur besser zur Geltung kommen.
Eignet sich Lambrusco als Aperitif?
Ja. Besonders ein trockener, gut gekühlter Sorbara oder leichter Frizzante eignet sich mit seiner lebendigen Säure und feinen Perlage hervorragend als Aperitivo. Gleichzeitig besitzt Lambrusco genügend Struktur, um anschließend auch ein Essen zu begleiten.
Muss Lambrusco jung getrunken werden?
Viele fruchtbetonte Frizzante sind für den frühen Genuss gedacht. Hochwertige flaschenvergorene Lambrusco und Metodo-Classico-Weine können dagegen durch längere Hefereife und Flaschenentwicklung zusätzliche Komplexität gewinnen.
Welchen Lambrusco sollte man kaufen?
Wer einen besonders frischen, eleganten und trockenen Stil sucht, sollte mit Lambrusco di Sorbara beginnen. Grasparossa empfiehlt sich für mehr Körper und Tannin, Salamino für saftige rote Frucht. Danach lohnt der Blick auf Süßegrad und Herstellungsmethode – vom frischen Martinotti bis zur langen Flaschengärung.
Was ist der Unterschied zwischen Lambrusco und Prosecco?
Lambrusco stammt vor allem aus der Emilia-Romagna und basiert auf einer Familie überwiegend roter Rebsorten. Prosecco stammt aus Nordostitalien und wird hauptsächlich aus der weißen Rebsorte Glera erzeugt. Beide können im Drucktank vergoren werden, doch Herkunft, Rebsorten und Geschmacksprofile unterscheiden sich grundlegend.
Kann man Lambrusco online bestellen?
Ja. Bei SUPERIORE.DE können Sie Lambrusco direkt aus unserem klimatisierten Lager online bestellen. Innerhalb Deutschlands liefern wir ab einem Warenwert von 120 Euro versandkostenfrei.
Wie wird Lambrusco versendet?
Lambrusco wird sorgfältig in zertifizierten, für Glasflaschen ausgelegten Versandkartons verpackt. Innerhalb Deutschlands erfolgt die versicherte Lieferung mit DHL.
Lambrusco – eine der eigenständigsten Weinwelten Italiens
Lambrusco muss nicht rehabilitiert werden. Man muss ihn nur genau genug betrachten. Dann verschwinden die einfachen Kategorien von selbst.
Da ist Sorbara – blass, floral und von elektrischer Säure. Grasparossa – dunkel, würzig und tanninbetont. Salamino – saftig, rotfruchtig und ausgesprochen vielseitig. Dazu kommen verschiedene Herkünfte, Drucktank, Flaschenrefermentation und Metodo Classico, Frizzante und Spumante, secco und amabile.
Diese Vielfalt ist kein modernes Marketingkonzept. Sie gehört seit jeher zur Emilia. Neu ist vor allem, wie konsequent die besten Produzenten heute wieder zeigen, was in ihr steckt. Wer unterschiedliche Produzenten unseres Sortiments nebeneinander probiert, entdeckt deshalb nicht bloß Varianten desselben Weins, sondern verschiedene Zugänge zu einer ganzen Weinwelt. SUPERIORE.DE
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