“I Sodi di San Niccolò 45° vendemmia” Toscana IGT 2022
Castellare di Castellina | Toskana
Castellare di Castellina | Str. Provinc. di Castagnoli 14-15 | IT 53011 Castellina in Chianti
0,75 l · 101,33 €/l · Preis (DE) inkl. USt, zzgl. Versandsofort verfügbar
In den späten 1970er Jahren vereinte Paolo Panerai vier einzelne Poderi zu einem einzigen Weinberg – kleine Höfe, deren Boden so hart und steinig war, dass ihn niemand mit dem Ochsen bearbeiten konnte, nur von Hand. "I Sodi" nannten die toskanischen Bauern solch unnachgiebiges Land. Die Höfe umschlossen einen alten Weiler, überragt von der Kirche San Niccolò – daher der vollständige Name. 1977 kelterte Panerai den ersten Jahrgang. 1988 wurde I Sodi di San Niccolò, mit dem 1985er, als erster italienischer Wein überhaupt in die Top 100 des Wine Spectator aufgenommen, ein Erfolg, der sich 1989 mit dem 1986er wiederholte. Bis heute zählt er zu den wenigen Supertuscans, die ausschließlich aus einheimischen Rebsorten entstehen – ein Beweis, dass der Sangioveto keine Bordeaux-Krücken braucht. Die Wurzeln liegen in echter Forschung: dem ersten experimentellen Weinberg im Gebiet des Chianti Classico, entstanden in Zusammenarbeit mit den Universitäten Mailand und Florenz sowie dem Institut San Michele all'Adige zur Identifikation der besten Klone. 2022 markiert die 45. Ernte dieses historischen Weins.
Die Reben stehen in einem natürlichen Amphitheater bei Castellina in Chianti, südwestexponiert, auf rund 430 Metern, auf Kalkboden mit moderatem Tonanteil für gute Drainage. Die organische Substanz im Boden ist bewusst arm gehalten, was den Ertrag senkt, aber die Qualität hebt – ein extrem steinreicher, mittelkörniger Untergrund, der den Trauben hohe Polyphenolwerte gibt. Umgekehrter Guyot-Schnitt, 2.700 bis 6.000 Stöcke pro Hektar je nach Pflanzalter, Ertrag 40 bis 45 Doppelzentner pro Hektar, Lese Mitte Oktober. 85% Sangioveto, 15% Malvasia Nera. Nach strenger Selektion im Weinberg und am Sortiertisch vergären die Trauben in temperaturkontrollierten Stahltanks, die malolaktische Gärung wird vollständig durchgeführt. Danach wandert der Wein in Barriques aus Allier-, Troncais-, Nevers-, Limousin- und Vosges-Eiche, von unterschiedlichen Küfern gefertigt, für 24 bis 30 Monate, zur Hälfte neues Holz. Es folgen zwölf Monate Flaschenreife.
Ein komplexer Wein mit lebhaftem Bouquet aus zurückhaltender roter Kirsche, Rosenknospe, Zedernholz und kreidiger Mineralität. Auf der Zunge saftig und mittelgewichtig, von Reife und festem, samtigem Tannin geprägt, dessen knackige Säure einen strengen, wärmenden Abgang balanciert. Schon jetzt zugänglich, doch sein eigentliches Fenster öffnet sich erst ab 2027. SUPERIORE.DE
"Leuchtendes, aufhellendes Rubinrot. Öffnet sich auf rauchig-steinigen Noten, dazu feine Kirschfrucht, Pfefferwürze und etwas Graphit. Am Gaumen zunächst mit toller Saftigkeit und Würze, zeigt sich geschliffen im Kern, mit kompaktem, salzigem Tannin, schwingt lange dahin, sehr gut interpretiert." Falstaff
"Aromen von Kirsche, Brombeere, Orangenschale, Blumen, Eisen und Teer dominieren diesen straffen, fest strukturierten Rotwein. Ein Hauch von Eichenwürze verleiht ihm zusätzliche Tiefe, während sich die Tannine im kompakten Abgang entfalten." Wine Spectator
"Ein komplexer Wein mit lebhaften Aromen von dezenten roten Kirschen, Rosenknospen, Zedernholz und kreidiger Mineralität. Saftig und mittelkräftig, zeigt er Reife und feste, samtige Tannine, wobei eine knackige Säure den strengen, wärmenden Abgang ausgleicht." James Suckling
"Der 2022er I Sodi di San Niccolò ist fabelhaft. Der 2022er, der hier in seinem 45. Jahrgang präsentiert wird, hat so viel zu bieten. Ein Feuerwerk aus dunklen roten und schwarzen Früchten, Kies, Mokka, getrockneten Kräutern und Lakritz hinterlässt einen starken ersten Eindruck. Die für Sodi typischen festen Tannine und die spritzige Säure sind zwar vorhanden, wirken aber durch die Fülle der Frucht etwas gemildert. Das macht ihn zu einem besonders zugänglichen jungen Sodi – was für einen Wein, der normalerweise jahrelange Lagerung erfordert, keineswegs schlecht ist. Trotz seiner kräftigen, üppigen Frucht behält der 2022er die klassische, mittelschwere Struktur eines Sodi bei. Hervorragend." Vinous
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