“Camartina” Rosso Toscana IGT 2021 (BIO) · MAGNUM in Original-Holzkiste
Agricola Querciabella | Toskana
Soc. Agr. Querciabella S.p.A. | Via di Barbiano 17 | IT 50022 Greve
09442421 · 1,5 l · 126,00 €/l · Preis (DE) inkl. USt, zzgl. Versand5 Stück verfügbar
Manche Weine tragen die Geschichte einer ganzen Bewegung in sich. Camartina gehört zu jener Handvoll toskanischer Ikonen, die Anfang der Achtzigerjahre alles veränderten – jene rebellischen Super Tuscans, die sich nicht um die engen Regeln des Chianti Classico scherten und stattdessen ihre eigene Vision von Größe verfolgten. 1981 war das Geburtsjahr von Camartina, und mit diesem Wein legte Querciabella nicht nur das Fundament des eigenen Erfolgs, sondern schrieb italienische Weingeschichte. Der Name selbst ist Programm: Eine Verschmelzung von "Casaocci" – dem ersten Büro auf dem ersten Hektar Weinberg – und "Martina", der jüngeren Tochter von Giuseppe Castiglioni, dem visionären Gründer. Was ursprünglich als Sangiovese-dominierte Cuvée begann, hat im Laufe der Jahrzehnte eine faszinierende Evolution durchlaufen. Heute zeigt sich Cabernet Sauvignon als klarer Protagonist mit siebzig Prozent, während Sangiovese mit dreißig Prozent jene elegante toskanische Linearität beisteuert, die Camartina von anderen Super Tuscans unterscheidet. Der Grund liegt in den Lagen von Ruffoli bei Greve in Chianti, wo Cabernet auf den ariden Sandsteinböden eine Heimat fand, die ihm eine ungewöhnliche Finesse verleiht – leichter, gehobener, raffinierter als anderswo.
Die Weinberge liegen eng beieinander, jede Parzelle mit ihrem eigenen Charakter: Casaocci Sud mit seinen Galestro-Böden und Südausrichtung liefert lehrbuchmäßigen Cabernet von seidiger Eleganz. Poggerino mit seinen kühleren, lehmreicheren Böden gibt dem Cabernet Rückgrat und jene Tiefe, die Camartina sein legendäres Reifepotential schenkt. Der Sangiovese wächst in ausgewählten Lagen zwischen 350 und 600 Metern, wo Galestro und Lehm in den unteren Höhen Eleganz verleihen, während weiter oben die Sandsteine dominieren und dem Sangiovese saftige Vitalität schenken. Seit 1988 biologisch bewirtschaftet, seit 2000 konsequent pflanzenbasiert-biodynamisch – Querciabella war Vorreiter, lange bevor Nachhaltigkeit zum Trend wurde. Die Trauben werden von Hand gelesen, nur in optimalen Jahrgängen, und mit mikro-vinifizierten Kleinstpartien. Entrappt, nicht gequetscht, vergären sie in temperaturkontrollierten Edelstahl- oder Betontanks, bevor Cabernet und Sangiovese getrennt für 18 Monate in französischen Barriques reifen – der Cabernet in 225-Liter-Fässern, der Sangiovese in 500-Liter-Tonneaux. Erst nach mindestens 30 Monaten verlässt Camartina das Weingut. Nur 10.000 Flaschen jährlich, vegan, kompromisslos.
Im Glas zeigt der 2021er, warum Daniele Cernilli ihm 98 Punkte mit "Doppio Faccino" gab: Dunkle, saftige Frucht – schwarze Johannisbeere, Brombeere, Pflaume – verschmilzt mit Myrte, feinen floralen Noten und Anklängen von warmen Gewürzen, Kräutern, Minze. Der Cabernet, der 2021 perfekte Reife erreichte, entfaltet langsam seine salzige Qualität und führt sowohl das Aromenprofil als auch die opulente Struktur. Am Gaumen dann die eigentliche Offenbarung: Hier ist nichts von der muskulösen Kraft vieler Super Tuscans. Stattdessen besticht Camartina durch jene Finesse, die Querciabellas Handschrift ausmacht – geschmeidig, präzise, mit lebendiger Struktur und feinen, integrierten Gerbstoffen, die den langen, erdigen Abgang tragen wie eine feine Linie bis ins Finale. Jancis Robinson konnte ihre Begeisterung nicht verbergen, als sie einen 17 Jahre alten Camartina verkostete: "Oo, that is rather lovely!" Camartina mag heute nicht mehr der kraftvollste Super Tuscan sein – aber er ist vielleicht der eleganteste. Der Musigny unter den toskanischen Rebellen, ein Wein, der beweist, dass Größe nicht immer Kraft bedeutet, sondern manchmal schlicht Perfektion. SUPERIORE.DE
"Sattes, leuchtendes Rubinrot. Volle und einladende Nase, duftet nach dunklen Johannisbeeren, Brombeere und Schwarzkirsche, unterlegt von Blutorange. Zeigt am Gaumen viel feinmaschiges, sehr gut eingebundenes Tannin, viel saftige Frucht, im Finale dezent erdige Noten, satter Druck." Falstaff
"Der Camartina 2021 ist ein starker, dichter Wein. Blaustichige Früchte, Graphit, getrocknete Kirschen, Mokka und neues Leder nehmen allmählich Gestalt an. Der 2021er ist heute etwas kompakt, aber ich sehe das als positiv für seine langfristigen Aussichten. Die Leser müssen sich mit diesem edlen, geschliffenen Wein gedulden." Vinous
Agricola Querciabella
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