Brunello di Montalcino “Helichrysum” DOCG 2021 (BIO)
San Polino | Toskana
Az. Agr. San Polino | Loc. Pod. S. Polino 163 | IT 53024 Montalcino
29812321 · 0,75 l · 100,00 €/l · Preis (DE) inkl. USt, zzgl. Versandsofort verfügbar
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An warmen Tagen steigt von den Heckenrändern ein harziger, moschusartiger Duft auf. Helichrysum – die Strohblume, die Italiener nennen sie auch "Immortelle", die Unsterbliche. Sie wächst wild zwischen den Felsen und Sträuchern, die San Polinos höchste Weinberge säumen. Als Katia und Gigi einen Namen für ihren besten Wein suchten, mussten sie nicht weit schauen. Die fünf Hektar rund um das Bauernhaus liegen auf 450 Metern Höhe, nach Süden ausgerichtet, umgeben von mediterraner Macchia und Wald. Der Blick geht zum Monte Amiata – dem heiligen Berg der Etrusker, Sitz ihrer höchsten Götter, das toskanische Olymp. Die Böden erzählen von zwei gewaltigen Kräften: dem Vulkanausbruch des Amiata vor 180.000 Jahren, der Quarz und metamorphen Ton hinterließ, und dem Rückzug des Pliozän-Meeres, das sandige Lehme und Muschelversteinerungen zurückließ. Dünne, komplexe Erde – arm an Nährstoffen, reich an Charakter. Hier oben weht der Scirocco aus der Sahara. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind enorm. Die Trauben reifen langsam, entwickeln dicke Schalen, konzentrierte Aromen. "Ah ... 2018", sagte Katia einmal über einen kühleren Jahrgang, "endlich riecht man Sangiovese-Trauben statt nur Schwarze Johannisbeere und Unterholz." Beim Helichrysum geht es um genau diese Klarheit – um Terroir statt Hitze, um Boden statt Opulenz.
Seit 2018 praktiziert San Polino "Vitiforestry" nach etruskisch-römischer Tradition: Obstbäume an den Weinbergsrändern, seit 2022 Feldahorne zwischen den Rebzeilen. Die Wurzeln verbinden sich mit den Mykorrhiza-Netzwerken der Reben, schaffen Schatten, erhöhen die Resilienz. Mikrobiologische Sprays aus Waldhumus und Grünkompost ersetzen Pestizide. "Wir arbeiten mit Wissenschaftlern und Universitätsforschern", erklärt Katia, "um ein mikrobiologisches Gleichgewicht herzustellen, in dem keine Krankheit dominiert." Die Ernte erfolgt von Hand, meist Anfang Oktober, wenige Tage nach dem Basis-Brunello. Drei Tage Kaltmazeration bei 12 Grad fixieren die Farbe, dann spontane Vergärung mit wilden Hefen in konischen Eichenbottichen, 40 bis 45 Tage Mazeration auf den Schalen – sanftes Umpumpen, um die fragilen Häute zu schonen. Nach der malolaktischen Gärung folgen sechs Monate Bâtonnage in französischen Barriques, dann drei weitere Jahre in großen slawonischen und französischen Fässern. Nur zehn Prozent neues Holz – genug für Struktur, nicht genug, um den Wein zu dominieren.
Tiefes, leuchtendes Rubinrot mit Granatreflexen. Die Nase öffnet sich langsam, verlangt Geduld und Belüftung. Dann: Sauerkirsche, Walderdbeere, Salbei, ein Hauch Kampfer und Minze. Dahinter Leder, Pfeifentabak, Zedernholz, getrocknete mediterrane Kräuter – Lavendel, Ginster, Fenchel. Die Strohblume selbst scheint aufzusteigen, harzig und geheimnisvoll. Am Gaumen zeigt sich Helichrysum straff, kompakt, konzentriert – und doch niemals schwer. Ein Teppich aus dunkler Kirsche, unterlegt mit exotischen Gewürzen, gerahmt von Tanninen, die sich wie Terrakotta an den Gaumen schmiegen. Die Säure bleibt lebendig, fast nervös, hält den Wein in Spannung. Das Finale: lang, veilchentönig, mit einem Nachhall von Kapern und Salz. Wer eine Flasche Helichrysum öffnet, öffnet mehr als Wein. Er öffnet die Vision zweier Menschen, die vor über dreißig Jahren auf einer verlassenen Anhöhe ankamen und beschlossen, die Welt als wundersam zu begreifen. SUPERIORE.DE
"Benötigt etwas Belüftung, doch dann entzücken Aromen von Steinobst, Gewürzen und Blüten, gut durch das Holz abgepolstert; samtige Textur, die Tannine robust und gut eingebunden, mit Struktur und doch leichtfüssig das Finale. Überzeugt mit seiner Finesse." Vinum
"Sehr parfümiert, mit Sandelholz, getrocknetem Lavendel, Erdbeeren, reifen Kirschen und Zedernholz in der Nase. Mittlerer Körper mit einem soliden Fruchtkern, der schön von breiten, integrierten Tanninen umrahmt wird, die sich schön einfügen. Frisch und knackig im Abgang. Herrliche Spannung." James Suckling
San Polino
Toskana
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