“Kupra” Rosso Marche IGT 2021
Oasi degli Angeli | Marken
Az. Agr. Oasi degli Angeli | Corso da San Egidio 50 | IT 63012 Cupra Marittima
11062321 · 0,75 l · 385,33 €/l · Preis (DE) inkl. USt, zzgl. Versand11 Stück verfügbar
Es gibt Weine, die erzählen Geschichten. Und dann gibt es Weine, die selbst eine Geschichte sind. Kupra gehört zur zweiten Kategorie. Seine Wurzeln reichen tiefer als die hundertjährigen Alberello-Reben, aus denen er entsteht – sie führen zurück zu sardischen Hirten, die auf ihrer Transhumanz von der Maremma über den Lago Trasimeno bis nach Apulien zogen und eine Rebsorte mitbrachten, die sie "su burdu" nannten: der Bastard, der Findling, der, der nicht dazugehört. Marco Casolanetti entdeckte diese fast vergessene Parzelle Anfang der 2000er Jahre, direkt neben seinen Montepulciano-Reben bei Cupra Marittima – und erkannte sofort, dass hier etwas Besonderes schlummerte.
Bordò heißt die Rebsorte heute offiziell, ein Biotyp des Grenache, der in den Marken beinahe ausgestorben wäre. Auf 1,5 Hektar stehen etwa 6.000 Rebstöcke, manche über ein Jahrhundert alt, mit Blick auf die Adria in 400 Metern Höhe. Die Erträge sind minimal – zwei Trauben pro Stock, nicht mehr. Im Keller arbeitet Marco wie die alten Bauern: Gärung im rohen Zement-Ei, dann 30 Monate in zwei aufeinanderfolgenden neuen Barriques. Keine Filtration, keine Kompromisse. Am Ende stehen 500 bis 1.200 Flaschen, je nach Jahrgang.
Der 2021er leuchtet in zartem Granatrot, fast transparent an den Rändern – kein Kraftprotz, sondern ein Wein von ätherischer Eleganz. Die Nase öffnet sich mit Rosenblättern, Hagebutten und Waldhimbeeren, dahinter kandierte Orangenschale und ein Hauch Earl Grey. Am Gaumen dann die Überraschung: verwoben und einprägsam, mit feinem, aber präsentem Tannin und einer Spannung, die den Wein förmlich vibrieren lässt. Im Finale kernig und lang, mit einer Frische, die an mediterrane Macchia erinnert. Ein Wein, der nicht gefallen will – sondern verstanden werden möchte. Unnachahmlich! SUPERIORE.DE
"Leuchtendes, zartes Granatrot. Sehr ansprechende Nase mit Noten nach Rosen, Hagebutten und Waldhimbeeren, dazu etwas kandierte Orangenschale und Tee. Am Gaumen verwoben und einprägsam, auch da klar herausgearbeitete Frucht, gute Spannung, öffnet sich mit dichtem, präsentem Tannin, im Finale kernig." Falstaff


