Weinregion Umbrien | Herkunft, Haltung und Handschrift

    Im Schatten großer Nachbarn wie Toskana und Latium liegt Umbrien – still, aber keineswegs unbedeutend. Zwischen bewaldeten Hügeln, alten Klöstern und mittelalterlichen Städten entfaltet sich hier eine Weinlandschaft, die in ihrer Eigenständigkeit und Ausdruckskraft überrascht.

    In Montefalco, dem kraftvollen Herzen Umbriens, hat Arnaldo Caprai mit seinem Engagement für Sagrantino eine ganze Region neu definiert: tiefdunkle, konzentrierte Weine mit Struktur, Tiefe und Charakter. Richtung Orvieto hingegen weitet sich das Panorama – hier entstehen auf vulkanischen Böden elegante Weißweine u.a. von Decugnano dei Barbi, die Frische, Mineralität und aromatische Präzision vereinen.

    Und die Tenuta Marciliano, Teil der Famiglia Cotarella, bringt das Potenzial der Colli Amerini zur Geltung – mit ausdrucksstarken Cuvées, die das Spannungsfeld zwischen internationalen Rebsorten und regionaler Identität virtuos ausloten. Umbrien bleibt ein Geheimtipp – für Neugierige, die das Authentische suchen.

    Wer Umbrien verstehen will, muss es schmecken. Die Weine von Caprai, Decugnano dei Barbi und der Famiglia Cotarella erzählen von Herkunft, Haltung und Handschrift – nicht schreiend laut, aber mit Nachhall. Es lohnt sich, diese stillen Protagonisten einmal ganz bewusst ins Glas zu holen. SUPERIORE.DE

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