PELISSERO | Treiso in vier Akten

    In der Langa wird Zeit nicht in Jahren gezählt, sondern in Generationen. Anfang des vergangenen Jahrhunderts pflanzte Giovanni Pelissero die ersten Reben oberhalb von Treiso, jenem ruhigen Hügeldorf an der Ostflanke des Barbaresco-Gebiets. 1960 wurde die erste Flasche abgefüllt, 1990 übernahm Giorgio Pelissero das Gut und traf eine konsequente Entscheidung: ausschließlich autochthone Rebsorten. Nebbiolo, Barbera, Dolcetto und Moscato bilden bis heute das vollständige Repertoire des Hauses.

    Treiso ist die einzige Gemeinde der Langhe, die vier Denominationen vereint. Entsprechend vielfältig sind die Ausdrucksformen eines gemeinsamen Terroirs. Auf 42 Hektar in Treiso, Neive, Barbaresco und Neviglie entstehen Weine aus charaktervollen Lagen wie Munfrina oder Augenta, deren Böden und Höhenlagen deutlich unterschiedliche Profile hervorbringen.

    An der Spitze steht der Barbaresco. Schon der Einstiegswein Nubiola verweist auf die historische Bezeichnung der Nebbiolo-Traube. Darüber rangiert der Einzellagen-Barbaresco Vanotu, konzentriert und langlebig. Bemerkenswert ist jedoch, wie viel Aufmerksamkeit bereits Moscato und Dolcetto erhalten. Der Moscato d’Asti aus der Munfrina-Lage zeigt aromatische Tiefe statt bloßer Süße, während die Dolcetto d’Alba Munfrina und Augenta 2024 denselben Hügel aus zwei Perspektiven erzählen: einmal weich und fruchtbetont, einmal strukturiert und mineralisch.

    Eine besondere Rolle nimmt der "Long Now" 2020 ein, eine Cuvée aus Nebbiolo und Barbera. Sein Name beschreibt die Philosophie des Hauses: Wein entsteht mit Geduld, bleibt aber stets im gegenwärtigen Moment erlebbar.

    Pelissero zeigt eindrucksvoll, wie facettenreich Treiso sein kann, vom leichtfüßigen Moscato bis zum komplexen Barbaresco. Eine Reise durch Rebsorten, Böden und Generationen, die das Piemont in konzentrierter Form erlebbar macht.

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