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![Barbaresco DOCG 2023]()
Barbaresco DOCG 2023
Es gibt Weine, die jene unverwechselbare Klarheit besitzen, die das Terroir ohne Umschweife auf den Punkt bringt. Der klassische Barbaresco von Fontanabianca ist ein solcher Wein – komponiert aus verschiedenen Parzellen rund um Neive, vinifiziert mit jener Präzision, die Matteo Pola in dritter Generation zur Philosophie des Hauses gemacht hat. Wo die Einzellagen Bordini und Serraboella die spezifischen Charakteristika ihrer Crus zum Ausdruck bringen, zeichnet dieser Barbaresco das größere Bild: 5,5 Hektar auf den typischen Kalk-Ton-Böden der Gemeinde, 300 Meter über dem Meeresspiegel, wo Nebbiolo seit Generationen jene Eleganz entwickelt, für die Neive in der Welt des Barbaresco steht.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: naturnah
- Ausbau: 10‑13 Monate großes Eichenholzfass/Barrique
- Vegan: ja
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,00 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2037+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtextrakt: 29,89 g/l
- Gesamtsäure: 5,97 g/l
- Restzucker: 1,46 g/l
- Sulfit: 88 mg/l
- pH-Wert: 3,45
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 79 kcal
- Energie in kJ: 330 kJ
- Kohlenhydrate: 0,20 g
- Davon Zucker: 0,20 g
![Barbaresco Serraboella DOCG 2023]()
Barbaresco Serraboella DOCG 2023
Manche Weinberge gelangen durch strategische Akquisition ins Eigentum einer Familie, andere durch eine Hochzeit, die zwei piemontesische Geschlechter verbindet. Als Aldo Pola Luisella aus dem nahegelegenen Serracapelli zur Frau nahm, brachte diese Verbindung nicht nur zwei Menschen zusammen, sondern auch die Pola-Familie mit jenem Cru, der heute zu den begehrtesten in der Gemeinde Neive zählt: Serraboella. Hier, auf kalkhaltigen Böden mittlerer Struktur, 300 Meter über dem Meeresspiegel, gedeiht Nebbiolo in einer Interpretation, die sich vom kraftvollen Bordini unterscheidet – zurückhaltender in der Jugend, fast scheu, doch von einer Eleganz, die mit den Jahren zur vollen Entfaltung kommt. Was Matteo Pola aus den 30 Jahre alten Reben dieser Einzellage vinifiziert, ist ein Barbaresco von bemerkenswerter Harmonie – ein Wein, der nicht durch Lautstärke beeindruckt, sondern durch jene kristalline Präzision, die große Terroirs auszeichnet.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: naturnah
- Ausbau: 14‑15 Monate großes Holzfass
- Vegan: ja
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,00 % vol
- Trinktemperatur: 16‑18 °C
- Lagerpotenzial: 2038+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtextrakt: 29,89 g/l
- Gesamtsäure: 5,90 g/l
- Restzucker: 1,44 g/l
- Sulfit: 87 mg/l
- pH-Wert: 3,46
- Allergene
enthält Sulfite
![Barbaresco Bordini DOCG 2023]()
Barbaresco Bordini DOCG 2023
Als Franco Pola 1970 die erste Flasche seines Barbaresco Bordini abfüllte, schrieb er nicht nur den Anfang einer Familiengeschichte, sondern setzte ein Zeichen für jene Verbindung zwischen Mensch und Weinberg, die Generationen überdauert. Die Lage trägt denselben Namen wie die Straße, an der das Weingut steht – Via Bordini 15 – und dieser geografischen Koinzidenz wohnt eine tiefere Wahrheit inne: Hier, wo das Kellereigebäude direkt auf den nach Südosten ausgerichteten Hang blickt, sind Familie und Terroir untrennbar miteinander verwoben. Auf sandigem Kalk-/Tonboden, 280 Meter über dem Meeresspiegel, wurzeln Nebbiolo-Reben von 50 bis 60 Jahren Alter – ein Hektar davon sogar über 70 Jahre alt und wurzelecht, unveredelt, eine lebendige Verbindung zu jener Zeit, als Francos Vater Secondo den Hof noch als Landwirtschaft führte.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: naturnah
- Ausbau: 13/3‑4 Monate großes Holzfass/Zementtank
- Vegan: ja
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,00 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2039+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtextrakt: 29,91 g/l
- Gesamtsäure: 5,87 g/l
- Restzucker: 1,05 g/l
- Sulfit: 89 mg/l
- pH-Wert: 3,45
- Allergene
enthält Sulfite - Nährwertangaben pro 100 ml
- Energie in kcal: 78 kcal
- Energie in kJ: 326 kJ
- Kohlenhydrate: 0,10 g
- Davon Zucker: 0,10 g
![Barbaresco DOCG 2023]()
Barbaresco DOCG 2023
Die Trauben für Prunottos höchst attraktiven Barbaresco stammen aus langjährigen Vertragsparzellen in Treiso und Neive. Gelesen wird selektiv von Hand, die Partien werden getrennt entrappt und im Edelstahl vergoren; die Maischestandzeit beträgt etwa acht Tage bei kontrollierten Temperaturen. Die malolaktische Gärung schließt vor dem Winter ab. Zur Reife ruht der Wein rund ein Jahr in großen Eichenfässern unterschiedlicher Größe – bewusst auf Balance, Textur und Herkunftsausdruck ausgelegt.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: konventionell
- Ausbau: 12 Monate gebrauchtes Holzfass
- Filtration: ja
- Alkoholgehalt: 14,00 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2036+
- Verschluss: Naturkorken
- Gesamtextrakt: 29,94 g/l
- Gesamtsäure: 5,94 g/l
- Restzucker: 1,24 g/l
- Sulfit: 74 mg/l
- pH-Wert: 3,38
- Allergene
enthält Sulfite
![Barbaresco Bordini DOCG 2023 (BIO)]()
Barbaresco Bordini DOCG 2023 (BIO)
Als Giorgio Rivetti die Hügel von Neive sah, erkannte er sofort das Potenzial, das in dieser Barbaresco-Gemeinde schlummerte: Böden und Expositionen, in denen er die Eigenschaften der angesehensten Crus zusammengefasst sah. Er kaufte. Die Rivettis sind seitdem mit vier Weinbergen in Neive vertreten, jedem ein eigener Charakter, jeder eine eigene Stimme im Barbaresco-Orchester des Hauses. Bordini ist die delikateste dieser Stimmen.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: biologisch
- Ausbau: 16 bis 18 Monate neues Barrique
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,00 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2040+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Tajarin al tartufo bianco, Vitello arrosto, Risotto al Barolo, Finanziera - Gesamtextrakt: 29,89 g/l
- Gesamtsäure: 5,97 g/l
- Restzucker: 1,11 g/l
- Sulfit: 76 mg/l
- pH-Wert: 3,34
- Öko-Kontrollnr.: IT‑BIO‑015
- Allergene
enthält Sulfite
![Barbaresco "Fausoni" DOCG 2023]()
Barbaresco “Fausoni” DOCG 2023
Sand verändert alles. In Neive, wo viele Barbaresco-Böden von Mergel und Ton dominiert werden, ist der Fausoni-Weinberg von sandigen Komponenten durchzogen – und dieser Unterschied ist kein Detail. Sand leitet Wärme anders, drainiert schneller, enthält weniger Nährstoffe und zwingt die Rebe zur Konzentration. Gleichzeitig gibt er dem Tannin eine Feinheit, die in schwererem Boden so nicht entsteht. 40-jährige Reben, die in diesem leichten Untergrund stehen, haben tief und schmal gelernt zu wachsen. Heraus kommt der weichste, blumigste der fünf Sottimano-Barbareschi. Naturhefegärung, langes Ausharren auf dem Tresterhut, natürliche Malolaktik. 18 bis 22 Monate in den speziell für das Haus gefertigten Barriques, halb auf der Hefe. Wie alle fünf Crus: keine Filtration, keine Schönung, ein weiteres Jahr Flaschenlagerung. Dieselbe Sorgfalt – und ein vollständig anderes Ergebnis.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: naturnah
- Ausbau: 18‑22 Monate Barrique
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,50 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2042+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Geschmortes Kalbfleisch, Risotto mit weißem Trüffel, Hasenrücken mit Kräutern - Gesamtextrakt: 30,01 g/l
- Gesamtsäure: 6,02 g/l
- Restzucker: 1,07 g/l
- Sulfit: 74 mg/l
- pH-Wert: 3,35
- Allergene
enthält Sulfite
![Barbaresco "Pajoré" DOCG 2023]()
Barbaresco “Pajoré" DOCG 2023
Treiso ist nicht Neive. Wer das einmal verstanden hat, beginnt, die Barbaresco-Appellation anders zu lesen. Neive gibt Kraft, Gewicht, Polyphenole. Treiso – die südlichste der drei Barbaresco-Gemeinden, höher gelegen, kühler, mit kompakteren, kalkreicheren Böden – gibt Strenge, Mineralität und eine Langlebigkeit, die manchen anderen Lagen fehlt. Die MGA Pajoré ist die Stimme Treisos in der Sottimano-Kollektion: der traditionellste, der ausdauerndste und derjenige der fünf Cru, der am meisten Geduld erfordert. Alte Reben auf kalk-tonigen Böden, steil und gut exponiert. Biologischer Anbau seit Beginn. Naturhefegärung, langer Maischekontakt, natürliche Malolaktik. 18 bis 22 Monate Reife in François-Frères-Barriques, halb auf der Hefe, minimaler Neuholzanteil. Keine Filtration. Keine Schönung. Ein weiteres Jahr in der Flasche. Dieselbe Kellermethode wie immer – und wie so oft der Beweis, dass Terroir mehr ausmacht als Technik.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: naturnah
- Ausbau: 18‑22 Monate Barrique
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,50 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2042+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Fassone‑Rind mit Barolo‑Sauce, Hase in Soße, Eier mit Trüffeln - Gesamtextrakt: 30,11 g/l
- Gesamtsäure: 6,06 g/l
- Restzucker: 1,09 g/l
- Sulfit: 74 mg/l
- pH-Wert: 3,34
- Allergene
enthält Sulfite
![Barbaresco "Basarin" DOCG 2023]()
Barbaresco “Basarin” DOCG 2023
Basarin ist das jüngste Kapitel der Sottimano-Geschichte – 2014 erworben, der fünfte Cru, der das Portfolio komplettierte. Und gleichzeitig der komplexeste. Die kleine MGA Basarin erstreckt sich über ein heterogenes Gelände mit ausgeprägtem Hangneigung und beachtlicher Höhenlage – ein Terrain, das im Vergleich zu den sanften Hügeln anderer Neive-Lagen fast rau wirkt. Die Böden sind miozänisch-helvetianischen Ursprungs, überwiegend kalkhaltig, von sandigen Adern durchzogen – eine Komposition, die mineralische Spannung und aromatische Tiefe gleichzeitig ermöglicht. Die Reben hier sind heterogen in Alter und Exposition, was der Vinifikation eine zusätzliche Anforderung stellt: noch präzisere Selektion, noch genaueres Lesen des Leseguts. Danach die konsequente Sottimano-Methode: Naturhefegärung, lange Mazeration, spontane Malolaktik, 18 bis 22 Monate in den eigens gefertigten Barriques, ein Jahr Flaschenlagerung. Keine Filtration. Keine Schönung.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: naturnah
- Ausbau: 18‑22 Monate Barrique
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,50 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2043+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Lamm in Kräuterkruste, Pappardelle mit Wildschweinragout, gereifter Parmigiano Reggiano - Gesamtextrakt: 30,11 g/l
- Gesamtsäure: 6,09 g/l
- Restzucker: 1,15 g/l
- Sulfit: 75 mg/l
- pH-Wert: 3,33
- Allergene
enthält Sulfite
![Barbaresco "Cottà" DOCG 2023]()
Barbaresco “Cottà" DOCG 2023
Hier hat alles begonnen. Als Rino Sottimano in den 1970er Jahren die ersten Parzellen in Neive erwarb, war Cottà sein erster Weinberg – jene südwestlich exponierte Lage nahe der Grenze zur Gemeinde Barbaresco, wo der Nebbiolo von zwei Welten profitiert: der Kraft und den Polyphenolen, die Neive seinen Weinen mitgibt, und der Tanninbalance, die die Nähe zu Barbaresco einfließen lässt. Es ist der älteste Boden der Familie – und der direkteste. 40 bis 60 Jahre alte Reben auf sanft geschwungenen Hängen mit hellgrauem und gelblichem Tortonischen und Helvetischen Mergel. Biologischer Anbau ohne Kompromiss, Naturhefegärung, lange Maischekontakte mit untergetauchtem Tresterhut. Malolaktische Gärung, die sich erst im Frühjahr nach der Lese vollendet. Dann 18 bis 22 Monate in eigens von François Frères für Sottimano gefertigten Barriques, halb auf der Hefe, ein kleiner Anteil neu. Keine Filtration, keine Schönung.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: naturnah
- Ausbau: 18‑22 Monate Barrique
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 14,00 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2042+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Barolo‑Schmorbraten, Tajarin mit Wildragout, schwarzer Trüffel - Gesamtextrakt: 29,91 g/l
- Gesamtsäure: 5,98 g/l
- Restzucker: 1,05 g/l
- Sulfit: 75 mg/l
- pH-Wert: 3,35
- Allergene
enthält Sulfite
![Barbaresco Asili DOCG 2023]()
Barbaresco Asili DOCG 2023
Wenn Barbaresco ein Gesicht hat, dann ist es das des Asili. Diese Lage am westlichen Rand der Gemeinde – sanft gewölbt, südwestlich exponiert, auf kalkreichen Tonböden mit einer feinen Sand-Ader – bringt einen Nebbiolo hervor, der sich von allen anderen in der Appellation unterscheidet: nicht durch Kraft, sondern durch Anmut. Nicht durch Extraktion, sondern durch Transparenz. Es ist kein Wein, der laut ist. Er murmelt – aber was er sagt, vergisst man nicht. Bruno Giacosa erkannte das früh. Seit 1967 vinifizierte er Asili-Trauben, zunächst zugekauft, dann – in den späten 1990er Jahren – auf eigenem Besitz: 2,5 Hektar, die er sorgfältig aus verschiedenen Parzellen zusammenführte. Heute liegen seine Reben Seite an Seite mit denen von Gaja, Roagna und den Produttori del Barbaresco – eine stille Gesellschaft der Größten. Bruna Giacosa und Kellermeister Dante Scaglione pflegen dieses Erbe mit derselben Zurückhaltung, die Bruno sein Leben lang kultivierte: was der Boden gibt, soll sprechen. Und im Keller lässt man ihn ausreden.
- Rebsorte: 100% Nebbiolo
- Anbau: konventionell
- Ausbau: 20 Monate Holzfass
- Filtration: nein
- Alkoholgehalt: 15,00 % vol
- Trinktemperatur: 18‑20 °C
- Lagerpotenzial: 2045+
- Verschluss: Naturkorken
- Speiseempfehlung
Tagliolini al tartufo bianco d'Alba, Vitello arrosto mit Rosmarin, weißen Bohnen und Salbei - Gesamtextrakt: 30,03 g/l
- Gesamtsäure: 5,91 g/l
- Restzucker: 0,97 g/l
- Sulfit: 75 mg/l
- pH-Wert: 3,40
- Allergene
enthält Sulfite
klimatisiert gelagert0,75 l · 332,00 €/l · Preis (DE) inkl. USt, zzgl. Versandsofort verfügbar
Limitierung auf 3 Artikel pro Kunde
Barbaresco 2023: Kühl, präzise, klassisch – ein Jahrgang, der die Seele des Nebbiolo neu formuliert
Wer die jüngere Geschichte der Langhe verfolgt, denkt bei den vergangenen Jahrgängen unweigerlich an Hitze, Konzentration und frühe Zugänglichkeit. Barbaresco 2022 war ein warmer, charmanter Jahrgang der klugen Selektion. Barbaresco 2023 geht einen anderen Weg – und der ist der klassischere.
Das Jahr 2023 brachte der Langhe einen moderateren Sommer, ausgedehnte Reifephasen und einen September, der dem Nebbiolo jene Zeit gab, die er für Tiefe und Präzision braucht. Das Ergebnis sind Weine von außergewöhnlicher Frische, geschliffenen Tanninen und einer Säurestruktur, die an die großen Jahrgänge der Region erinnert – Jahrgänge, die in der Jugend zurückhaltend wirken und sich mit den Jahren in etwas Monumentales verwandeln.
Diese Seite liefert den vollständigen Jahrgangsbericht: Klimaanalyse, Kritikereinschätzungen, Lagenprofil, Trinkfenster und alle Informationen, die Sie für die Kaufentscheidung brauchen.
Barbaresco 2023 auf einen Blick:
- feine, dichte und geschliffene Tannine
- deutlich kühle Säurestruktur
- elegante und präzise Stilistik
- sehr gutes Lagerpotenzial (12 bis 20 Jahre für die besten Einzellagen)
- Treiso und Neive mit besonders herausragenden Resultaten
Der Charakter des Jahrgangs 2023
Barbaresco 2023 ist kein Jahrgang der lauten Gesten. Er ist ein Jahrgang der inneren Spannung – und wer Nebbiolo wirklich kennt, weiß, dass genau das das Versprechen ist. Die Weine öffnen sich nicht sofort. Sie laden ein. Wer nach dem breiten, zugänglichen Stil mancher Wärmejahre sucht, wird zunächst überrascht sein. Wer aber auf die Spannung zwischen Frucht und Säure achtet, auf die feinen, aber spürbaren Tannine und auf den langen, mineralischen Abgang, erkennt: Hier liegt etwas Bedeutendes. Für viele Beobachter der Appellation erinnert 2023 an Jahrgänge wie 1996 oder 2010 – Jahrgänge, die in der Jugend reserviert wirkten und im Laufe der Jahrzehnte zu Monumenten heranreiften. Die Analogie ist keine Übertreibung. Sie ist eine Einladung zur Geduld. Ein weiteres Merkmal des Jahrgangs: Die regionalen Unterschiede zwischen den Lagen sind ausgeprägter als in Wärmejahren. Produzenten, die sorgfältig selektiert und den richtigen Lesezeitpunkt abgewartet haben, liefern Weine von großer Herkunftstreue. Selektion ist bei Barbaresco 2023 der eigentliche Schlüssel zur Qualität.
Die wichtigsten internationalen Stimmen zeigen sich auffällig einig: großes Alterungspotenzial, klassischer Nebbiolo-Charakter, hohe Lagenausprägung. Unterschiede bestehen allenfalls in der Frage, wie früh diese Weine zugänglich werden – und welche Herkunft am stärksten profitiert hat.
MONICA LARNER | Ein Jahrgang zum Kaufen und Halten
Monica Larner, die Langhe-Spezialistin des Wine Advocate, hebt die klassische Konstitution des Jahrgangs hervor. Für sie markiert 2023 eine Rückkehr zur präzisen, tanningeprägten Sprache des Nebbiolo – mit einer Säurestruktur, die auf langfristige Entwicklung ausgelegt ist. Ihre Empfehlung ist eindeutig: kaufen und legen.
JAMES SUCKLING | Spannung und Tiefe
Suckling, sonst für seine Affinität zu zugänglichen, reich texturierten Stilen bekannt, bescheinigt dem Jahrgang eine ungewöhnliche Frische und innere Spannung. Er verweist auf die intellektuelle Qualität dieser Weine: Barbaresco 2023 ist für ihn kein Jahrgang, den man früh austrinkt, sondern einer, dem man Zeit schuldet.
FALSTAFF | Ein Jahrgang mit Reifepotenzial
Das Magazin bringt es auf den Punkt: Der Barbaresco 2023 ist kein Jahrgang für die schnelle Freude, er ist einer für den geduldigen Keller. Wer ihm Zeit gibt, wird reich belohnt. Das ist keine Einschränkung, sondern eine präzise Beschreibung dessen, was große Nebbiolo-Jahrgänge auszeichnet.
Klima, Vegetationsverlauf und Lese
Das Jahr 2023 war in der Langhe kein einfaches Jahr und gerade darin liegt seine Stärke. Die Vegetationsperiode verlief ungewöhnlich, der Sommer moderater als in den Vorjahren, und der September rettete, was ein durchwachsenes Frühjahr angedeutet hatte.
- Frühjahr Kühl und nass, langsamer Vegetationsbeginn. Teilweise Frost-Risiko, das die exponierten Toplagen weitgehend verschonte.
- Juni–Juli Moderate Wärme ohne extremes Hitzeereignis. Die Reben blieben unter kontrolliertem Stress.
- August Leichte Trockenperiode, die zur Konzentrationsbildung beitrug, ohne die Stöcke zu erschöpfen.
- September Entscheidend: kühl, sonnig, mit ausgeprägten Tag-Nacht-Schwankungen. Ideale Reifebedingungen für Nebbiolo.
- Lese Spät bis sehr spät – oft erst Anfang bis Mitte Oktober. Die Geduld der Winzer wurde belohnt.
Die großen Tag-Nacht-Schwankungen im September sind für Nebbiolo von kaum zu überschätzender Bedeutung: Sie erhalten die Säure, verfeinern die Tannine und schärfen das Aromaprofil. Der 2023er zeigt genau das: eine Aromatik von ungewöhnlicher Klarheit, unterlegt von einer Frische, die dem Wein Rückgrat und Zukunft gibt.
Lagen, Herkunft und Profil
Das Produktionsgebiet umfasst Barbaresco, Neive und Treiso sowie jenen Teil von San Rocco Seno d'Elvio, der früher zur Gemeinde Barbaresco gehörte und heute zu Alba zählt. In einem kühlen Jahrgang wie 2023 reagieren diese Gemeinden unterschiedlich stark, abhängig von Höhe, Exposition und Bodentyp.
Treiso, die höchste der drei Kernzonen, sticht besonders hervor: Die natürliche Frische der Hochlagen addiert sich zur jahrgangsbedingten Kühlheit zu einer Kombination von großer aromatischer Präzision. Einzellagen wie Pajorè und Rombone lieferten 2023 einige der beeindruckendsten Resultate der gesamten Appellation.
In Neive liefern Lagen wie Santo Stefano und Gallina kräftigere, strukturiertere Weine, die jahrgangsbedingte Frische wirkt hier als willkommenes Gegengewicht zur natürlichen Lagenkraft. Die Gemeinde Barbaresco selbst, mit Klassikern wie Asili, Rabajà und Martinenga, zeigt die typisch elegante, feingliedrige Seite des Jahrgangsprofils.
Stil, Balance und Trinkfenster
Die stilistische Signatur des 2023ers lässt sich auf drei Achsen beschreiben: Frische über Fülle, Präzision über Breite, Tiefe über Sofortgenuss.
Wer heute eine Flasche öffnet, sollte reichlich Zeit zum Karaffinieren einplanen, mindestens zwei Stunden, besser drei. Der erste Eindruck kann verhalten sein; nach zwanzig Minuten im Glas beginnt das Aromabild aufzublühen.
Das empfohlene Trinkfenster für solide Gemeindelagen beginnt ab 2027, für die besten Einzellagen liegt das Optimum zwischen 2029 und 2038. Riserva-Weine aus besonders geeigneten Herkünften können sich bis 2042 und darüber hinaus entwickeln.
Fazit: Ein Jahrgang voller Vorfreude
Barbaresco 2023 ist ein Jahrgang für Menschen, die wissen, was Nebbiolo kann und bereit sind, darauf zu warten. Die Frische ist außergewöhnlich, das Tanninbild klassisch, der Herkunftsausdruck in den besten Lagen tief und unverwechselbar.
In einer Zeit, in der die Langhe oft für Konzentration und Zugänglichkeit gelobt wird, ist 2023 eine überzeugte Antwort auf die Frage, wozu Barbaresco wirklich fähig ist: zu Weinen, die Jahrzehnte tragen und sich mit der Zeit in etwas verwandeln, das über jede frühe Beschreibung hinausgeht. Wer heute kauft, kauft klug.
Für Sie hier zusammengestellt: die besten Barbaresco des Jahrgangs 2023. Alle aktuell verfügbaren Barbaresco-Weine und Jahrgänge finden Sie auf unserer Barbaresco-Seite.
Fragen und Antworten zu Barbaresco 2023
Warum gilt Barbaresco 2023 als klassischer Jahrgang?
Der moderatere Sommer 2023, kühler als 2022, ohne extreme Hitzephasen, erlaubte dem Nebbiolo eine lange, gleichmäßige Reife. Das Ergebnis sind Weine mit kristalliner Frische, geschliffenen Tanninen und einer Säurestruktur, die an die großen Klassiker der Appellation erinnert. Der kühle Herbst mit starken Tag-Nacht-Schwankungen vollendete dieses Profil.
Welche Lagen und Gemeinden stehen in Barbaresco 2023 besonders hervor?
Treiso profitiert als höchste Kernzone überdurchschnittlich stark: Lagen wie Pajorè und Rombone lieferten Weine von großer aromatischer Präzision. Auch die klassischen Crus in der Gemeinde Barbaresco (Asili, Rabajà) überzeugten. Neive brachte kräftigere, aber ebenfalls sehr frische Resultate.
Ist Barbaresco 2023 jetzt trinkbar, oder sollte man ihn einlagern?
Mit ausgiebiger Karaffinierung ist der Genuss heute möglich. Das volle Potenzial entfalten die besten Weine jedoch erst ab Ende der 2020er Jahre; das Optimum für Einzellagen liegt zwischen 2029 und 2038, für Riserva-Weine noch später. Einlagern lohnt sich deutlich.
Wie unterscheidet sich Barbaresco 2023 vom Vorjahrgang 2022?
Barbaresco 2022 war ein warmer, früh zugänglicher Jahrgang mit dichter Frucht und breitem Charme. Barbaresco 2023 kehrt zu einem kühleren, strukturierteren Stil zurück: mit mehr Frische, feinerer Säure und einem längeren Entwicklungshorizont. 2022 trinkt man früher, 2023 kellert man. SUPERIORE.DE
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