Die Weingärten von Ampeleia befinden sich rund um den malerischen Bergort Roccatederighi. Er liegt auf einem weit ins Tal hineinragenden Felsmassiv, den sogenannten „massi". An der Spitze des vulkanischen Sporns bietet sich ein grandioser Rundblick: von den hohen Bergen mit den dunklen Kastanienwäldern bis zu den hellen Getreidefeldern und Olivenhainen in der Ebene. Dazwischen mildern sanfte Hügel mit kleinen Äckern und niederem Buschwerk den harten Kontrast. Sie fügen sich zu einem riesigen Garten, in dem Oliven, Wein, Obst und Gemüse angebaut werden. Die silbergrauen Wipfel der Olivenbäume beherrschen das Bild dieser teils kultivierten, teils verwilderten Hänge. Zu ihnen gesellen sich die Reihen dunkelgrüner Weinstöcke. Meist taucht im oft kalten Winter an klaren Tagen das nur 30km entfernte Meer mit den Inseln des Archipels der Toskana am Horizont auf. So ungestüm wie das Land gebärdet sich auch das Wetter zwischen Meer und Bergen.
Angefangen hat alles mit dem Ampeleia, dem Wein und nicht dem Weingut. Mit der Idee von einem Wein, einem Wein wie Seide – fließend und elegant. Sein Charakter gibt die nächsten Schritte vor. Geeignete Rebgärten und Rebsorten werden gesucht. Ein abgelegener Teil der südlichen Toskana scheint wie geschaffen für den gewünschten Wein – denn hier erfüllt eine seltene Vielfalt an Böden, Höhenlagen und klimatischen Bedingungen die besonderen Ansprüche. Im Jahr 2002 findet sich ein geeignetes Gut zum Kauf, schrittweise wird Land hinzuerworben. Heute sind es gut 50 Hektar mit Cabernet Franc, Sangiovese und fünf weiteren Rebsorten. Der Weg ist bereitet für einen Wein, dessen Charakter im Terroir, im Rebgarten, wurzelt – der Ampeleia. Daraus erklärt sich auch der Name griechischen Ursprungs ("ampelos" der Rebstock).